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Grillen mit Freunden Foto: imago images / agefotostock
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Nachhaltiger Konsum Wie sich unser Kaufverhalten in Zukunft verändert

Nachhaltigkeit ist – wie so oft – das Schlagwort. Im Bereich Konsumverhalten bedeutet dies aber nicht nur, dass Produkte entsprechend produziert oder entsorgt werden können. Es geht vor allem um die Art, wie wir arbeiten und denken und darum, was uns wichtig ist. Langanhaltende Erlebnisse haben beispielsweise einen immer höheren Stellenwert, während reiner Besitz an Bedeutung verliert. Dieser Sinn-Konsum steht übrigens im kompletten Kontrast zum Discounter-Hype der Nullerjahre.

Weniger Bling-Bling und mehr Aha-Erlebnisse

72 Prozent der Millennials geben bereits an, ihr Geld lieber für Erlebnisse mit nachhaltigem Effekt als für materielle Dinge zu nutzen, berichtet der Fähranbieter Condor Ferries in der Studie „Millennials Reisestatistiken & Trends 2020-2021“. Dieses erlebnisorientierte Handeln ist vielleicht auch ein Phänomen der Sozialen Medien, die inzwischen 74 Prozent der Konsumenten bei ihren Kaufentscheidungen beeinflussen, so die Kommunikationsagentur ODM Group.

Generell steigt die Bedeutung des eigenen Wohlbefindens und des momentanen Glücks. Die globale Wellness-Industrie soll beispielsweise von 2018 bis 2024 um rund 50 Prozent wachsen – aber es gibt selbstverständlich einen viel größeren Trend im Konsumbereich.

Nachhaltigkeit, E-Commerce und Schwellenländer – hier geht’s ab

Aktuell gehen mehr als 50 Prozent des Konsums der vergangenen 15 Jahre auf das Konto von Schwellenländern, hat das Wirtschaftsmagazin World Finance errechnet. Das heißt also, dass rund 50 Länder der Welt für mehr als die Hälfte des gesamten globalen Konsums verantwortlich sind. Hier sind die Bedürfnisse logischerweise andere als beispielsweise in Europa. Aber generell wird das Thema Nachhaltigkeit auf der ganzen Welt immer wichtiger. 

Bereits 70 Prozent aller Konsumenten geben an, für umweltfreundliche Marken 35 Prozent mehr ausgeben zu wollen, besagt eine Umfrage von IBM und des weltweit größten Einzelhandelsverbands National Retail Federation. Und in Zeiten des Internets ist die Nachhaltigkeit einer Marke schnell recherchiert – und Produkte genauso schnell bestellt. Für das Jahr 2021 ist laut Statista und Amazon von einem E-Commerce-Umsatz von 4,9 Billionen US-Dollar auszugehen – das wäre ein Plus von 165 Prozent innerhalb der vergangenen fünf Jahre!

Und wenn man jetzt bedenkt, dass pro Stunde rund 27.000 neue Nutzer das Internet entdecken und aktuell mit 4,6 Milliarden Usern erst 60 Prozent der Weltbevölkerung online sind, könnte sich die E-Commerce-Nutzung in naher Zukunft noch vervielfachen, blickt die WirtschaftsWoche voraus.

Und was bedeutet das jetzt?

Erstmal nicht viel, aber in Zukunft schon! Marken müssen sich entsprechend aufstellen, um sich den ändernden Bedürfnissen und Anforderungen von Konsumenten anzupassen. Sie müssen Geschäftsmodelle neu strukturieren, Versandwege hinterfragen oder ihr Dienstleistungsangebot ändern. Unterm Strich steht also ein großes Potenzial für Marken, die frühzeitig beginnen, sich diesen Anforderungen anzupassen und auch für Unternehmen, die anderen dabei helfen, ihre Geschäftsmodelle zu verbessern.

So oder so, die Zukunft bleibt mal wieder spannend und eine große Chance für Anleger.

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