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Unisex-Umstellung: Makler erwarten keinen Nachfrage-Boom

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Ein Großteil der Versicherungs- und Finanzmakler (48 Prozent) erwartet durch die Umstellung zu den Unisex-Tarifen kaum eine vermehrte Nachfrage bei den betroffenen Versicherungsprodukten. Nur 17 Prozent halten ein gesteigertes Interesse seitens der Verbraucher für wahrscheinlich. Sicher, dass die von der Umstellung betroffenen Policen deutlich häufiger nachgefragt werden, sind sich lediglich 5 Prozent.

Das ergab eine Studie des Marktforschungsinstituts Yougov unter 265 hauptberuflichen Versicherungs- und Finanzmaklern.

75 Prozent der Makler bezweifeln, dass Versicherte ihre alten Verträge kündigen um neue zu günstigeren Konditionen abzuschließen, so ein weiteres Studienergebnis.

41 Prozent der Makler verzichten auf spezielle Vertriebsaktionen zur Unisex-Umstellung

Der Großteil der Befragten hat die kommende Unisex-Umstellung in seine Vertriebsaktivitäten integriert. 28 Prozent der Makler geben an, bereits entsprechende Vertriebsaktionen durchzuführen; 19 Prozent planen gezielte Verkaufsaktionen. 41 Prozent der Makler haben ihre Vertriebsaktivitäten jedoch noch nicht auf die Tarifumstellung eingestellt.

Den Studienergebnissen zufolge haben sich Versicherungsmakler aus Marketingsicht vor der Umstellung der Unisex-Tarife besonders auf folgende Versicherungen fokussiert: Männern empfehlen 79 Prozent der Makler den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Ebenfalls wird zum Abschluss einer privaten Altersvorsorge oder privaten Krankenzusatzversicherungen geraten. Frauen hingegen empfehlen 64 Prozent der Makler eher den Abschluss einer Risiko-Lebensversicherung.

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