Bequemlichkeit behidnert bAV: Laut einer Umfrage würden die meisten Deutschen eine automatische Gehaltsumwandlung zwar befürworten; doch nur die wenigsten kümmern sich aktiv um ihre Altersvorsorge. Foto: Rainer Sturm/Pixelio

Bequemlichkeit behidnert bAV: Laut einer Umfrage würden die meisten Deutschen eine automatische Gehaltsumwandlung zwar befürworten; doch nur die wenigsten kümmern sich aktiv um ihre Altersvorsorge. Foto: Rainer Sturm/Pixelio

Zu faul für die bAV

Deutsche wollen automatische Entgeltumwandlung

//
Wenn es um die bAV geht, sind die meisten Deutschen einer automatischen Gehaltsumwandlung gegenüber aufgeschlossen. Das geht aus einer Umfrage von TNS Infratest im Auftrag des deutschen Fondsverbandes BVI hervor. Knapp 70 Prozent der Befragten fänden es gut oder sehr gut, wenn ihnen der Arbeitgeber automatisch einen bestimmten Betrag vom Gehalt steuer- und sozialabgabefrei für die Altersvorsorge abziehen würde. Bei den 18 bis 29-Jährigen sind sogar über 80 Prozent dieser Ansicht.

Gleichzeitig besitzen aber der BVI-Umfrage zufolge sechs von zehn Bürgern keine bAV. Von den Befragten, die keine bAV besitzen, lehnen 41 Prozent diese kategorisch ab mit der Begründung „lohnt nicht“ (41 Prozent). 22 Prozent begründen ihre Ablehnung mit der irrtümlichen Meinung, der Vertrag sei bei Arbeitgeberwechsel nicht übertragbar.

Wenn jedoch die Mehrheit zwar einer automatischen Entgeltumwandlung zustimmen würde, selbst jedoch keinen bAV-Vertrag besitzt, legt das einen anderen Schluss nah - die Faulheit. Denn die Möglichkeit, über den Arbeitgeber steuer- und sozialabgabefrei fürs Alter vorzusorgen, besteht bereits seit 2002. Das einzige, was Arbeitnehmer dafür tun müssten ist, diese Möglichkeit aktiv anzufordern. Bei einer Ausstiegsoption hingegen würde jeder neu eingestellte Arbeitnehmer – quasi unaufgefordert – eine bAV erhalten, es sei denn, er spricht sich ausdrücklich dagegen aus.

Mehr zum Thema
Umfrage zur AltersvorsorgeGesetzliche Rente verliert in der Krise an Vertrauen Praxisnaher RatgeberWas Vermittler über Online-Marketing wissen müssen VersicherungsvertriebDiese Policen stehen jetzt auf der Kippe