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Risikolebensversicherung

Was Verbraucher bei der Absicherung regelmäßig vergessen

Die Mutter stirbt. Der Vater muss die Kinder ganz allein versorgen. Er muss daher im Beruf kürzer treten. Weil er selbstständig ist, kann er weniger Aufträge annehmen. Erhebliche wirtschaftliche Einbußen sind die Folge. Die Existenz der Familie ist bedroht. Diese Kaskade des Niedergangs mag auf den ersten Blick übertrieben wirken, ist aber ein tatsächliches Risiko für viele Familien.

Warum? Weil bei der Absicherung von Familien für diesen Ernstfall viel zu häufig nur der Hauptverdiener im Fokus steht – also der Familienvater. „Auch der Ausfall des Nebenverdieners bedeutet aber eine große Herausforderung – vor allem dann, wenn Kinder zu versorgen sind, fallen auch Aspekte wie Betreuungsleistungen ins Gewicht“, sagt Karina Hauser, Vorsorge-Expertin bei der Generali-Tochter Cosmos Direkt.

Policen für beide Partner

Zum Ausgleich müsste der Hauptverdiener beruflich zurückstecken oder eine externe Hilfe für die Kinderbetreuung bezahlen. Daher sollten am besten beide Partner unabhängig von ihrem Verdienst für den Fall der Fälle abgesichert sein, empfiehlt die Expertin.

Als Produkt eignet sich hier die Risikolebensversicherung. Die Police dient dazu, die Familie des Versicherten finanziell abzusichern, wenn dieser vorzeitig stirbt. Und dieses Risiko ist gar nicht so abwegig, wie man vielleicht denken mag. Laut einer Statistik des Statistischen Bundesamts (Destatis) erleben immerhin 22 Prozent der Männer und rund 11 Prozent der Frauen ihren 66. Geburtstag nicht. Tritt dieser traurige Fall ein, zahlt der Versicherer eine zum Vertragsabschluss vereinbarte Summe an die Hinterbliebenen.

Die Leistungen unterliegen im Todesfall dabei nicht der Einkommensteuerpflicht – und zwar unabhängig von Vertragsdauer und Art der Beitragszahlung.

Das ist im Ernstfall eine wertvolle Hilfe, da Leistungen vom Staat wie Witwen- und Waisenrente in der Regel nicht ausreichen, um den Lebensstandard zu halten, geschweige denn, um das Studium der Kinder zu finanzieren oder die Hypothek für das Haus abzuzahlen. Mal abgesehen davon, dass viele Menschen heutzutage gar nicht mehr heiraten und dann auch keinen Anspruch auf Witwen- oder Witwerrente aufbauen. Der Anteil der neugeborenen Kinder nicht verheirateter Eltern liegt laut Destatis mittlerweile bei 35 Prozent; 1965 waren es erst knapp 6 Prozent.

Der plötzliche Tod des Partners oder der eigene Tod sind dabei Risiken, die viele Menschen für sich aber noch gar nicht erkannt haben. Themen wie Pflegebedürftigkeit, Arbeitslosigkeit oder Berufsunfähigkeit werden als deutlich höhere Gefahren eingestuft. Selbst abstrakte Risiken wie Terrorismus, Naturkatastrophen oder politischer Extremismus sind den Menschen bewusster als der eigene Tod oder der des Lebenspartners.

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