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Verantwortung für die Zukunft

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Ein Roboter mit Nadel und Faden: Dank 5G können Roboter erlerntes Wissen miteinander teilen – in Echtzeit und über Tausende Kilometer Entfernung.  | © Getty Images

5G-Technologie

Was das neue Netz Anlegern bringt

Im März 2019 führte ein chinesischer Arzt erstmals eine Operation mittels einer 5G-Verbindung an einem menschlichen Gehirn durch. Der Chirurg befand sich dabei 3.000 Kilometer von seinem Patienten entfernt.

Das Beispiel aus China zeigt, welche weitreichenden Auswirkungen die 5G-Technologie auf Sektoren und Unternehmen haben wird. Neben der Roboterchirurgie werden vor allem das Internet der Dinge (IoT), das autonome Fahren und Big Data von 5G profitieren. Investoren sollten diesen Trend aufmerksam im Auge behalten, da er interessante Anlagechancen freisetzen wird.

Geschwindigkeitsexplosion von 1G bis 5G

Während ab 1980 die erste Generation (1G) mit einer maximalen Downloadrate von 2,4 Kbit/s (Kilobit pro Sekunde) den analogen Mobilfunk ermöglichte, unterstützte 2G mit 220 Kbit/s ab 1990 den digitalen Mobilfunk. Die Einführung von 3G ab dem Jahr 2000 läutete den Beginn des mobilen Breitbands ein, mit Downloadraten von bis zu 42,2 MBit/s.

Die 4G-Einführung ab dem Jahr 2010 mit 4 Gbit/s (Gigabit pro Sekunde), erlaubte schließlich die Übertragung von Videos auf mobile Endgeräte. Doch erst mit 5G (20 Gbit/s) wird die mobile Datenkommunikation ab 2020 endgültig den Weg vom Mobiltelefon in fast jedes Gerät finden.

Da sich 5G auf verschiedene zugrunde liegende Standards stützt, wird der tatsächliche Einsatz nur allmählich voranschreiten. Es wird somit noch ein paar Jahre dauern, bis das wahre Potenzial von 5G genutzt werden kann. Über den Daumen gepeilt, sollte 5G jedoch in zwei Stufen bei uns ankommen.

Der 5G-Zeitplan: Die erste Stufe

Derzeit erhalten wir einen ersten Vorgeschmack auf 5G, da Netzanbieter weltweit kommerzielle 5G-Netze in Betrieb nehmen und Smartphone-Hersteller wie Samsung und Huawei erste 5G-fähigen Handys auf den Markt bringen. Allerdings nutzen diese Netze immer noch die bestehende 4G-Infrastruktur, bevor sie im Laufe der Zeit auf eigenständige Netze umgestellt werden.

Aus der Anwendungsperspektive sind die 5G-Pakete, die derzeit von den Netzbetreibern in den USA, China, Südkorea, Großbritannien und Deutschland angeboten werden, darauf ausgerichtet, das Smartphone-Erlebnis zu verbessern.

Der 5G-Zeitplan: Die zweite Stufe

Wirklich relevant für das sogenannte massive Internet der Dinge wird die zweite Stufe der 5G-Einführung sein. Über die Prämisse höherer Datengeschwindigkeiten hinaus soll 5G in seiner fortgeschrittenen Form alle Anforderungen erfüllen, um eine völlig neue vernetzte Welt zu ermöglichen.

Erstens wird 5G eine nahezu latenzfreie und damit eine Datenkommunikation in Echtzeit ermöglichen. Das ist wird etwa dann entscheidend, um beispielsweise lebensbedrohliche Situationen bei autonomen Fahrzeugen zu verhindern.

Zweitens wird die Dichte der Vernetzung deutlich zunehmen – von rund 100.000 Geräten pro Quadratkilometer unter dem 4G-Standard auf über eine Million Geräte pro Quadratkilometer.

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