Quelle: Istock

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Altersvorsorge-Studie: Frauen führen

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Das Interesse von Männern an der privaten Altersvorsorge hat einen Tiefpunkt erreicht, so das Ergebnis einer Studie von Union Investment. Nur 69 Prozent der männlichen Befragten gaben an, sich mit dem Thema bereits beschäftigt zu haben. „Dies ist der niedrigste Wert seit Beginn der Erhebung im dritten Quartal 2007“, so Union Investment. Im Vorquartal waren es noch 71 Prozent.

Ganz anders die Frauen: Der Anteil der Studienteilnehmerinnen, die sich für die Absicherung im Alter interessieren, stieg von 62 Prozent am Jahresanfang auf 72 Prozent.

Auch beim Thema Riesterrente liegen die Frauen vorne. So gab die Hälfte der weiblichen Befragten an, einen Riester-Vertrag abgeschlossen zu haben. Bei den Männern waren es nur 35 Prozent.

Geringverdiener beschäftigen sich stärker als früher mit ihrer Altersvorsorge

Leichte Verbesserung beim Interesse an privater Vorsorge gab es bei den Menschen mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von weniger als 1.300 Euro. In dieser Gruppe sehen aktuell 66 Prozent (Vorquartal 64 Prozent) die Notwendigkeit, sich mit der Altersvorsorge zu beschäftigen. Mit diesem Thema tatsächlich befasst haben sich 53 Prozent von ihnen, was einer Steigerung von 5 Prozentpunkten gegenüber dem Vorquartal entspricht.

29 Prozent der befragten Geringverdiener gaben an, bereits einen Riester-Vertrag abgeschlossen zu haben. Im Vorquartal waren es nur 21 Prozent. Trotzdem haben Menschen mit einem geringeren Einkommen immer noch deutlich weniger Riester-Sparpläne als der Durchschnitt der Bevölkerung. Von allen Befragten gaben im aktuellen Quartal 41 Prozent an, einen Riester-Vertrag abgeschlossen zu haben. Zur Studie: Union Investment lässt seit Mitte 2007 durch das Marktforschungsinstitut Forsa quartalsweise eine Erhebung zum Thema Altersvorsorge durchführen. Befragt werden 500 Finanzentscheider in privaten Haushalten im Alter von 20 bis 59 Jahren, die mindestens eine Geldanlage besitzen.

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