Bitcoins statt Facebook: Winklevoss-Zwillinge planen Fonds für digitale Währung

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Mit ihrem sozialen Netzwerk hatten Tyler und Cameron Winklevoss keinen Erfolg. Mark Zuckerberg soll ihre Idee geklaut haben, behaupteten sie im Rechtsstreit mit dem Gründer der weltweit größten Online-Community. Der Prozess endete mit einem Vergleich und brachte den Winklevoss-Brüdern einen zweistelligen Millionenbetrag ein. Von Online-Projekten lassen die Zwillinge aber trotzdem nicht die Finger. Nun wollen sie am Umtausch des realen Geldes in Bitcoins– und umgekehrt – verdienen.

Bei Bitcoins handelt es sich um digitale Währung, die von einem bislang unbekannten Programmierer erschaffen wurde. Die Kunstwährung ist nicht an Zentralbanken oder andere Institutionen gebunden, ihre Menge ist allerdings auf 21 Millionen Einheiten begrenzt. Wer ein virtuelles Guthaben für die digitale Währung erwirbt, kann damit in einigen Online-Shops zahlen oder die Bitcoins gegen echtes Geld tauschen. Der Kurs wird täglich errechnet und schwankt sehr stark.

Im April gaben Tyler und Cameron Winklevoss bekannt, rund einen Prozent aller bis dahin ausgegebenen Bitcoins zu besitzen. Nun reichten die Brüder einen Antrag auf Gründung eines Bitcoin-Trusts bei der US-Börsenaufsicht ein. Der Fonds für virtuelle Währung soll eine Million Anteilscheine zu je 20 US-Dollar ausgeben. Jeder Anteilsschein hätte bei der Ausgabe gleichzeitig einen bestimmten Wert in Bitcoins.

Dass ihr Vorhaben ziemlich gewagt ist, scheint den beiden Fondsinitiatoren in spe bewusst zu sein. „Da die Geschäftsführung keine Erfahrung mit der Leitung einer Investmentgesellschaft wie dem Bitcoin Trust hat, könnten ihre Fähigkeiten nicht ausreichend oder unpassend dafür sein“, schreiben sie in ihrem Antrag.

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