Lesedauer: 2 Minuten

Carsten Maschmeyer gegen Bank J. Safra Sarasin „Wir prüfen Klagen in drei Richtungen“

Nachdem Medien am Dienstag berichteten, dass Carsten Maschmeyer die Schweizer Privatbank J. Safra Sarasin auf Millionen verklagen will, legt der AWD-Gründer nun nach. „Wir prüfen Klagen in drei Richtungen“, sagte er gegenüber der Handelszeitung. Demnach will Maschmeyer die Bank nicht nur auf Rückabwicklung und Erstattung sowie wegen Betrugs verklagen, sondern auch wegen Verstoßes gegen das Bankgeheimnis. Er will sein Geld wiederhaben: 40 Millionen Euro hatte Maschmeyer in den Sheridan Solutions Equity Arbitrage Fund gesteckt – angeblich laut Bank J. Safra Sarasin alles sicher, seriös und legal. „Die Investition wurde mir als konservative Aktienanlage angepriesen, die sich x-fach bewährt habe“, sagte Maschmeyer der Zeitung. Bisher hat er von seinem Geld jedoch nur 26 Millionen Euro wiedergesehen. Die Bank habe ihn immer wieder vertröstet - „Doch das Geld kam bis heute nicht.“ Er fühlt sich betrogen: Die Schweizer Privatbank habe über Drittfirmen rechtlich umstrittene und hochriskante Fonds angeboten. Maschmeyer habe zugegriffen – weil die Bank ihn reingelegt habe, sagt er. Auch die hohe angekündigte Rendite von 7 bis 8 Prozent habe ihn nicht stutzig gemacht. „Wir hatten sehr gute Börsenjahre, in denen mit Aktieninvestments durchaus Renditen von 20 bis 25 Prozent erzielt wurden“, versucht er zu erklären. „Wir Investoren hatten keine Ahnung, dass die Bank das Geld für Steuertricks eingesetzt hat.“ Das Geschäftsmodell mit Steuergutschriften steht unter Betrugsverdacht. Er fühlt sich verraten: Der Stern titelt in seiner neuen Ausgabe: „Die Maschmeyer-Connection“ und schreibt davon, „wie deutsche Prominente mit fragwürdigen Geschäften in der Schweiz noch mehr Geld machen wollten“. Für Maschmeyer ist klar, dass die Bank da die Finger im Spiel hat und absichtlich Kundeninformationen an die Presse gab. Das wäre ein Verstoß gegen das Bankgeheimnis. „Sarasin wollte sich damit aus der Schusslinie nehmen und die Opfer zu den Tätern machen“, sagt er.
Mehr zum Thema