Dank erhöhter Bautätigkeit

Mieten in deutschen Innenstadtlagen stiegen 2014 etwas weniger

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Wie aus einer am Mittwoch in Berlin vorgelegten Mitteilung des Marktforschers Empirica hervor ging, waren die annoncierten Mieten in den größten deutschen Städten 2014 um 2,8 Prozent gestiegen. Die Mietsteigerung war damit geringer als die im Vorjahr ermittelten 4 Prozent. Empirica wertet Immobilienanzeigen in den 112 größten deutschen Städten aus.

Die geforderten Kaufpreise sind demnach um 6,6 Prozent gestiegen, womit sich der Aufschlag zwischen Mieten und Kaufen weiter vergrößerte, hieß es. Nach Ansicht von Empirica wächst mit diesem Trend die Gefahr einer Blasenbildung.

Die Bautätigkeit habe sich, vornehmlich als Reaktion auf die steigende Nachfrage, in den letzten zwei bis drei Jahren erhöht, stellte Empirica-Ökonom Reiner Braun im Gespräch mit Bloomberg fest. Zu erwarten sei überdies ein geringeres Preiswachstum.

Hohe Mietpreissteigerungen in den Großstädten wie Berlin, Frankfurt und München haben in den letzten Jahren zu Protesten, mehr Zwangsräumungen und zu neuen Gesetzen geführt. Überdies machen die extrem niedrigen Zinsen Hypotheken für mehr Mieter zugänglich, die daher vermehrt Immobilienbesitz aufbauen und weniger Kapital in festverzinsliche Anleihen stecken.

Die Bundesregierung brachte überdies die so genannte Mietpreisbremse auf den Gesetzgebungsweg. Im Falle einer Verabschiedung darf die Miete beim Mieterwechsel um nicht mehr als 10 Prozent der örtlichen Durchschnittsmiete erhöht werden.