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Der Fall Heino: Versicherung muss nicht zahlen

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Das meldet die Nachrichtenagentur AP. Der Sänger und der Veranstalter Kult Musik bleiben damit auf dem entstandenen Schaden von 3,5 Millionen Euro sitzen.

Heino hatte vor seiner Tournee im Jahr 2007 bei der Gothaer eine Tournee-Ausfallversicherung abgeschlossen. Tatsächlich musste der 70-Jährige vor Tourstart  alle Auftritte absagen, weil er wegen eines Tinnitus und einer Verengung der Herzkranzgefäße mehrere Wochen im Krankenhaus behandelt werden musste.

Der Konzerveranstalter Kult-Musik verlangte daraufhin von der Gothaer die Zahlung des entstandenen Schadens von 3,5 Millionen Euro. Der Kölner Versicherer weigerte sich: Heino habe in seiner Gesundheitserklärung vor Vertragsabschluss falsche Angaben gemacht und Vorerkrankungen verschwiegen.

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Das bestritt der Bebrillte im Mai vor Gericht, er sei bis zum Abschluss der Versicherung nie in seinem Leben krank gewesen. Außerdem seien die Fragen in der Gesundheitserklärung unklar und missverständlich gewesen. Es sei nur danach gefragt worden, ob er als Sänger auftreten könne, was nach damaligem Stand der Fall gewesen sei.

Das Landgericht Köln hat sich mit seinem heutigen Urteil auf die Seite der Versicherung geschlagen (Aktenzeichen: LG Köln, 20 O 189/08). Es zeigte sich davon überzeugt, dass Heino bereits seit vielen Jahren an Tinnitus leide und das gegenüber der Gothaer verschwiegen habe. Das gleiche gelte für die Einnahme eines verschreibungspflichtigen Medikaments. Die Versicherung habe deshalb den Vertrag zu recht wegen arglistiger Täuschung angefochten.

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