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Aktualisiert am in VersicherungenLesedauer: 4 Minuten

Der Kampf um die Altersvorsorge für Führungskräfte

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Beiträge sind Betriebsausgaben

Auf Betriebsebene gibt es also zwei Alternativen für den GGF. Die erste ist die Unterstützungskasse, eine externe Versicherungslösung, mit deren Hilfe die Verpflichtungen der Pensionszusage aus der Bilanz genommen werden. Diese Lösung kommt infrage, wenn der GGF lieber keine Pensionszusage in der Bilanz des Unternehmens haben will.

Der Vorteil dabei: Kauft ein Dritter irgendwann die Firma, ist die Altersvorsorge des GGF klar geregelt. Weiteres Plus: Die Beiträge zur Unterstützungskasse gelten als Betriebsausgaben und sind steuerlich abzugsfähig. Im Vergleich zur Pensionszusage hat diese Lösung aber auch Schwächen. Die Kosten sind höher, sie ist wegen der ständig fließenden Beiträge weniger flexibel, und unterm Strich fällt die Steuerersparnis etwas niedriger aus.

Die andere Alternative auf Betriebsebene ist die Pensionszusage für den GGF. Auch diesen Marktbereich dominiert die Assekuranz mit einer rückgedeckten Lösung. Wie die Unterstützungskasse sind Pensionszusagen steuerlich attraktiv: Die Rückstellungen, die für die Zusage gebildet werden, mindern den Gewinn der Firma und damit die Steuerlast.

Die Beiträge zur Versicherung sind ebenfalls steuerlich abzugsfähig. Nicht zu vergessen, dass der GGF dank der Rückdeckung bei Tod und Invalidität geschützt ist. Doch wegen der dauerhaft niedrigen Zinsen haben die Versicherer große Schwierigkeiten, die Rentenversprechen älterer Verträge einzuhalten.

Fidelity-Experte Mössle zufolge liegt der Finanzierungsbedarf bei bis zu 50 Prozent, weil die damals in Aussicht gestellten Gesamtrentenleistungen inklusive Überschüsse nicht erreicht werden.

Lücke lässt sich mit Fonds schließen

Diese Finanzierungslücke, so argumentiert Fidelity und auch Sauren, ließe sich mit höher rentierlichen Anlageformen wie Aktienfonds schließen. Das ist im Prinzip richtig. Nur: Fondslösungen bieten ein ungleich höheres Marktrisiko als Versicherungen, und angesichts der seit Jahren immer stärker schwankenden Aktienmärkte sind die Unternehmen vorsichtiger geworden.

Andreas Beys, im Sauren-Vorstand verantwortlich für die bAV, glaubt, der Angst mithilfe einer geschickten Dachfonds-Strategie begegnen zu können: „Das Risiko kann vermindert werden, indem breit über alle bedeutenden Anlageklassen wie Aktien, Anleihen und Absolute- Return-Strategien sowie über verschiedene Fondsmanager diversifiziert wird“, so Beys. „Ein sinnvoll strukturiertes Dachfondsportfolio sollte aus mindestens 20 Fonds verschiedener Fondsmanager bestehen, deren Einzelgewicht bei maximal 10 Prozent liegt.“

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