Deutsche Bank Research warnt

Blasengefahr am Immobilienmarkt

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Die Politik solle die Bauaktivität in Großstädten und Ballungsräumen voranbringen, fordert die Deutsche Bank, Abteilung Research. Nur so könne der Preisdruck auf Wohnimmobilien reduziert werden. Durch die nachlassende Baudynamik und den damit zusammenhängenden Nachfrageüberhang, den die Analysten beobachtet haben, könnten die derzeit noch relativ niedrigen Preise für Häuser in die Höhe schießen.

Weniger Bautätigkeit

Doch wieso könnte die allgemeine Bautätigkeit in Ballungsräumen in letzter Zeit erlahmt sein? Möglicherweise fehlten Arbeitskräfte im Ausbaugewerbe, mutmaßen die Experten – und plädieren für ein gezielt auf Fachkräfte-Anwerbung zugeschnittenes Zuwanderungsgesetz. Außerdem solle die Mietpreisbremse ausgesetzt werden, mahnt die Deutsche Bank. Sie könnte sich ebenfalls negativ auf die Baudynamik auswirken.     

Die sogenannte Mietpreisbremse soll sprunghafte Mieterhöhungen in Großstädten unmöglich machen. In bestimmten vordefinierten Gegenden darf demnach ein Vermieter vom Neumieter höchstens die ortsübliche Vergleichsmiete plus einen 10-prozentigen Aufschlag verlangen. Als erstes Bundesland setzt Berlin die Neuregelung verbindlich zum 1. Juni 2015 durch. Die meisten anderen Länder stellen eine Einführung noch in diesem Jahr in Aussicht.

So könnte eine Immobilienblase entstehen


Die sehr niedrigen bis negativen Anleiherenditen lassen Investoren zunehmend auf Investitionen in Immobilien ausweichen. In Zeiten immer weiter fallender Hypothekenzinsen entschieden sich außerdem mehr und mehr Privathaushalte zum Kauf von Wohnimmobilien, so die Deutsche Bank weiter. Bei noch weiter fallenden Hypothekenzinsen, einer großen Nachfrage nach Immobilien und steigenden Beleihungswerten sehen die Analysten die Gefahr einer Blasenbildung.