Immobilien-Studie: Immer mehr Standardleistungen werden ausgelagert

Immobilien-Studie: Immer mehr Standardleistungen werden ausgelagert

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Dies ergab eine Umfrage der Beratungsgesellschaft Ernst & Young Real Estate, die Ende 2008 durchgeführt und Mitte 2009 ergänzt und aktualisiert wurde. An der Umfrage beteiligten sich rund 60 Unternehmen wie Versicherungen, Finanzinvestoren, Kreditinstitute, sowie Asset-Management- und Kapitalanlagegesellschaften. Immer mehr Unternehmen gliedern bestimmte Management-Aufgaben an externe Dienstleister aus. In der Regel handelt es sich dabei um operative Maßnahmen wie technisches und kaufmännisches Objektmanagement sowie Spezialistenleistungen wie Transaktions- und Development-Prozesse. Auch Research- und Reportingleistungen werden von knapp 20 Prozent der Unternehmen bereits eingekauft. Je strategischer die Aufgaben sind, desto geringer ist jedoch die Bereitschaft zur Auslagerung: Mehr als 90 Prozent der befragten Unternehmen sehen das Erarbeiten der Portfoliostrategie sowie das Risikomanagement auf Portfolioebene als Schlüsselfunktion an. Extern vergebene Funktionen gelten hingegen in der Regel als besondere Leistungen, die nicht kontinuierlich, sondern projekt- und situationsbezogen erbracht werden müssen. Vergütung erfolgt zunehmend auf Basis leistungsabhängiger Anreizsysteme Als Basis der Vergütung von Standardleistungen dient die Jahresnettosollmiete.  Daneben führen die beteiligten Unternehmen jedoch zunehmend Anreizsysteme für besondere Leistungen ein. Hierzu zählen unter anderem das Vermietungsmanagement sowie Development- und Transaktionsprozesse, die nicht dem Kernleistungsbild beziehungsweise den Standardleistungen des Asset Managers zuzuordnen sind. Für Reporting, Verwaltung und Management der Immobilienportfolios verwenden 62 Prozent der Befragten die klassischen EDV-Systeme wie „SAP“. Dabei müssen jedoch in den meisten Unternehmen immer noch sehr viele Anpassungen vorgenommen werden. 13 Prozent der befragten Firmen greifen auch auf selbstentwickelte Softwarelösungen zurück.

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