Robert Halver (Kolumnist)Lesedauer: 5 Minuten

In der Sackgasse „Deutschland braucht Revolution in der Altersvorsorge“

Seite 2 / 3

Natürlich sind Aktien mit Risiken versehen. Sie schwankten früher schon und werden es auch zukünftig tun. Doch selbst von den größten Einbrüchen haben sich Aktien ausnahmslos nicht nur erholt, sondern sind immer wieder zu neuen Höhen aufgestiegen. Allen Schwächephasen wie z.B. Dotcom-, Immobilien- oder Euro-Krise zum Trotz hat der deutsche Leitindex Dax seit seiner Einführung vor 30 Jahren eine durchschnittliche Rendite von 8,6 Prozent erzielt.

Apropos Aktienschwankungen, sie machen regelmäßige Sparpläne so attraktiv, dass Vater Staat sie zur Alterssicherung unbedingt fördern muss. Denn in sinkenden Kursphasen erhält man für den gleichen Sparanteil mehr Aktienanteile, die bei Börsenerholung das gesamte Aktienvermögen anheben wie ein Lastenaufzug.

Zur Risikobegrenzung dieser Aktien basierten Altersvorsorge soll der Staat Vorkehrungen treffen: Der Anlagefokus liegt auf Aktien-Fonds bzw. Aktien-ETFs aus dem Euro-Raum, um Währungsverluste zu verhindern. Diese basieren am besten auf den großen Leitindices, um das Einzeltitelrisiko zu mildern. Bei der Aktienauswahl geht es schwerpunktmäßig um Titel mit langfristig robustem Geschäftsmodell: Essen, Trinken, Wohnen, zum Onkel Doktor gehen, Mobilität oder Kommunikation sind stabilste menschliche Grundbedürfnisse.

Mehr zum Thema
Altersvorsorge ja, aber nicht jetztMillennials vertrauen gesetzlicher Rente nicht ANZEIGEStudie des Flossbach von Storch Research InstituteGerman Angst: Wie Verlustangst die Vermögensbildung behindert ANZEIGE„Babyboomer“ besonders beunruhigtAngst vor Altersarmut nimmt zu