Kein Geld: Die meisten Geringverdiener sorgen nicht fürs Alter vor

//
Für die Mehrheit der deutschen Geringverdiener (unter 1.500 Euro verfügbares Haushaltsnettoeinkommen) scheint Altersvorsorge kein Thema zu sein. 60 Prozent sind weder ausreichend versorgt, noch haben sie sich aktiv um Informationen zur Altersvorsorge gekümmert. 2011 waren es noch 53 Prozent. Das geht aus der Studie „Kundenmonitor Assekuranz 2013“ des Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstituts Yougov hervor.

Besser sieht das bei älteren Geringverdienern aus: Nur 41 Prozent der 40-60-Jährigen, die mit weniger als 1.500 Euro auskommen müssen, haben keine genügende Altersvorsorge. Bei der mittleren Einkommensgruppe (1.500 – 2.500 Euro) sind es sogar nur halb so viele (22 Prozent).

Anders sieht es bei der Bereitschaft zur Vorsorge aus. Diese hat in 2013 deutlich zugenommen. Innerhalb des nächsten Jahres wollen 29 Prozent der Befragten etwas für ihre Altersvorsorge tun. Damit hat sich diese Zahl seit 2005 (15 Prozent) fast verdoppelt.

Oliver Gaedeke, Vorstand und Leiter der Finanzmarktforschung bei Yougov, geht davon aus, dass Menschen mit niedrigen Einkommen schlichtweg Geld für eine adäquate Altersvorsorge fehlt. „Gleichzeitig hemmen die niedrige Verzinsung und eine Verunsicherung über die Kosten den Abschluss privater Altersvorsorgeprodukte“, so Gaedeke.

Mehr zum Thema
Neuer VorstandsvorsitzenderChefwechsel bei VPV Versicherungen WIP-AnalysePKV-Beiträge steigen um 8,1 % Branchenmesse 2020Digitale DKM lockt 19.700 Teilnehmer an