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Klimawandel: Zu teuer für die Versicherungen

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Mit den heutigen Geschäftsmodellen der Versicherungen sind die Schäden, die durch den Klimawandel drohen, nicht zu bewältigen. „Eine Lösung wäre, besondere Kapitalmarkt-Produkte zu schaffen“, so Allianz-Sprecher Nicolai Tewes gegenüber Spiegel Online. Allerdings dürfte es auch an den Kapitalmärkten schwierig werden, ein so hohes Risiko loszuwerden. Tewes: „Deshalb plädieren wir dafür, rechtzeitig vorzubeugen, damit solche Schäden erst gar nicht eintreten.“

In ihrer Studie haben Allianz und WWF die wichtigsten Kipppunkte des Klimasystems und die möglichen Folgen für die Versicherungsbranche analysiert. Bereits bis 2050 könnte der Klimawandel demnach große Schäden anrichten. Zu den Kipppunkten oder Auslösern zählt beispielsweise das Schmelzen des Eises an den Polen, das den Meeresspiegel bereits um 2050 bis zu einem halben Meter ansteigen lassen könnte. Laut Studie würde dies weltweit 136 Millionenstädte in Küstenregionen gefährden und damit Vermögenswerte von rund 19 Billionen Euro.

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Ansonsten enthält die Studie über die Folgen des Klimawandels nichts Neues: Steigende Meeresspiegel, Dürren und Wetterkatastrophen. Künftige Maßnahmen zur Anpassung und Bekämpfung des Klimawandels wurden zudem nicht berücksichtigt.

Die Kosten des Klimawandels hat der britische Wissenschaftler Nicholas Stern bereits 2006 im Auftrag der britischen Regierung berechnet. Damals kam Stern zu dem Ergebnis, dass die Weltwirtschaft für das Ignorieren des Klimawandels bis zu 20 Prozent ihrer Leistung einbüßen wird. Inzwischen hat er eingeräumt, dass seine Annahmen zu optimistisch waren.

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