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Lebensversicherungen ausbezahlt und dann? Versicherungs-Lösungen für die Zielgruppe 50plus im Überblick

Von wegen alt und tattrig: Die 69 Jahre alte Ruth legt noch Platten in einer Disco auf. Die Generation 50plus ist im Vergleich zu früher wesentlich gesünder, aktiver und vermögender. Foto: Getty Images

Von wegen alt und tattrig: Die 69 Jahre alte Ruth legt noch Platten in einer Disco auf. Die Generation 50plus ist im Vergleich zu früher wesentlich gesünder, aktiver und vermögender. Foto: Getty Images

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1964 ist das Rekordjahr. In diesen zwölf Monaten wurden in Deutschland so viele Menschen geboren, wie nie zuvor oder wieder danach: Fast 1,4 Millionen Babys erblickten das Licht der Welt. Aber auch die Jahre drum herum waren ziemlich kinderreich. Die Generation der Babyboomer umfasst die Jahrgänge 1956 bis 1968 und wird das Rentensystem hierzulande vor eine harte Belastungsprobe stellen.



In wenigen Jahren gehen die ersten Babyboomer in Rente. Bis etwa 2035 werden fast alle im Ruhestand sein. Damit fallen in Deutschland dann rund 14 Prozent der arbeitenden Bevölkerung weg. Viele Ältere müssen daher mit sinkenden Renten rechnen. „Für die Generation der Babyboomer gilt ja bereits, dass der Erhalt des Lebensstandards im Alter nur über den Zusatzbaustein der privaten Altersvorsorge erreichbar sein wird“, sagt Uwe-Matthias Müller, geschäftsführender Vorstand des Bundesverbands Initiative 50plus. „Anders als viele Jüngere hat die Generation 50plus aber auch die Mittel für eine sinnvolle private Altersvorsorge.“

Babyboomer sind vermögend

Heute schon hat diese Zielgruppe die größte Kaufkraft über alle Altersschichten hinweg. „80 Prozent der privaten Einlagen bei Banken und Sparkassen entfallen auf diesen Bevölkerungsteil“, sagt Michael Hauer, Geschäftsführer des Instituts für Vorsorge- und Finanzplanung (IVFP). Und weiter: „Das durchschnittliche Nettovermögen der Generation beträgt knapp 280.000 Euro.“ Und ist damit überdurchschnittlich hoch.

Hinzu kommt, dass bei vielen Älteren in nächster Zeit eine Lebensversicherung zur Auszahlung kommt. Bleibt das Geld dann aber bei der Versicherung? In der Regel nicht. Im Schnitt liegt die Wiederanlagequote bei den Versicherern nur bei 15 Prozent. Fast ein Fünftel der Versicherer kommt nicht mal auf 10 Prozent. Das zeigt eine Analyse der Unternehmensberatung Simon, Kucher & Partners. Ihnen entgehen damit Milliarden an Kundengeldern, die in der Regel zu Banken abwandern und dann verloren sind.