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Börsengänge 2021 Mit IPOs Geld verbrennen – kluges Anlegen geht anders

Fabrik des Start-up-Unternehmens Rivian
Fabrik des Start-up-Unternehmens Rivian: „Der Elektroauto-Hersteller Rivian als größter Börsengang dieses Jahres notiert 15 Prozent tiefer als am ersten Handelstag“, erklärt Stephan Albrech. | Foto: Imago Images / Zuma Press

Dieses Jahr ist mit weltweit rund 2.400 Börsengängen und mehr als 450 Milliarden Dollar an Emissionsvolumen das stärkste IPO-Jahr seit der Jahrtausendwende, als die Dot-Com-Blase platzte. Rechnet man eine besondere Art von Initial Public Offerings (IPOs) dazu, beläuft sich das Volumen sogar auf den Rekordwert von 1,6 Billionen Dollar.

Die Rede ist von den sogenannten Special Purpose Acquisition Companies (SPACs). Diese Firmenhüllen lassen sich an der Börse listen, um Geld einzusammeln, mit denen erst später Anteile anderer Unternehmen gekauft werden.


Für Investmentbanken lohnen sich die Börsengänge

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Haben sich die vielen IPOs gelohnt? Die Investmentbanker würden diese Frage bejahen, da sie an jedem Börsengang ziemlich gut verdienen. Und je mehr Börsengänge es gibt, desto süßer klingelt die Kasse. Das Schöne aus ihrer Sicht: Die Investmentbanken verdienen, ohne ins Risiko zu gehen und (viel) Eigenkapital vorzuhalten.

Dies gilt auch für die beliebten SPACs, die – wie oben beschrieben – 2021 einen Großteil der aktuellen Börsengänge ausmachten. Ihr hoher Anteil an den IPOs ist übrigens ein Indiz dafür, das ziemlich viel spekulatives Geld unterwegs ist. Oder wie soll man es nennen, wenn Anleger „blind“ Unternehmen kaufen, deren Geschäftszweck sie nicht einmal kennen?!

Anleger schauen bei IPOs oft in die Röhre

Aus Sicht der Anleger bieten die Börsengänge freilich ein anderes Bild. So pendelt der SPAC-Index, der die Debüts dieser Zweckgesellschaften abbildet, aktuell rund 20 Prozent tiefer als zur Hochzeit im Februar. Der Elektroauto-Hersteller Rivian als größter Börsengang dieses Jahres notiert 15 Prozent tiefer als am ersten Handelstag.

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