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Versand der Jahreskontoauszüge, Foto: Schwäbisch Hall

Versand der Jahreskontoauszüge, Foto: Schwäbisch Hall

Noch nicht zuteilungsreif

Diesen Bausparvertrag verzinst die Schwäbisch Hall seit 1940

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75 Jahre gespart – und immer noch kein Haus

Der älteste Bausparvertrag aus dem Hause Schwäbisch Hall stammt aus dem Jahr 1940. Er befindet sich immer noch in der Ansparphase, ist also bislang nicht zuteilungsreif. Das heißt, die bei Vertragsabschluss vereinbarte Summe ist noch nicht voll angespart worden. Sie ist die Voraussetzung, um später einen Baukredit abrufen zu können.

Laut Auskunft von Schwäbisch-Hall-Pressesprecher Siegfried Bauer sei der Bausparvertrag in den vergangenen 75 Jahren nicht regelmäßig bespart worden. Er sei jedoch immer noch aktiv, das heißt, das angesparte Guthaben wird nach wie vor verzinst. Die Bausparsumme liege im Bereich zwischen 5.000 und 10.000 Euro. Inhaber dieses ältesten noch gültigen Bausparvertrags der Schwäbisch Hall sei heute eine Erbengemeinschaft.

Ein einmal festgesetzter Tarif könne Jahrzehnte überleben, so Bauer. Er halte sich so lange, bis der letzte Bausparer aus dem Kollektiv ausscheide. Mehr als 50 alte Tarife führt die Schwäbisch Hall bis heute fort. Neue Tarife werden jeweils bei Änderungen des allgemeinen Zinsniveaus festgesetzt.

Die Idee des Bausparens

Der Grundgedanke des Bausparens: Ein Kollektiv ermöglicht dem einzelnen Sparer, Baukapital schneller zur Verfügung zu haben, als er es allein schaffen könnte.

Das Geld für die Baukredite stammt von jenen Bausparern, die sich aktuell in der Ansparphase befinden. Die Bausparkasse garantiert ihnen bei Erreichen einer bestimmten Kombination aus Spardauer und Guthabenhöhe einen Anspruch auf einen Bausparkredit. Diesen Kredit finanziert wiederum die nächste Bausparergeneration.

Bausparkassen – schon 130 Jahre alt


Bausparverträge sind durchaus kein Nachkriegsphänomen: Die erste deutsche Bausparkasse gründete 1885 der Bielefelder Pastor Friedrich von Bodelschwingh. Unter dem Eindruck der Wohnungsnot wurde das System in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts populär.

Der Vorläufer der heutigen Bausparkasse Schwäbisch Hall wurde 1931 als „Deutscher Bausparer AG, Bau-, Spar- und Entschuldungskasse“ gegründet. 1934 verlegte die Gesellschaft ihren Sitz von Köln nach Berlin. Nach der Zerstörung des Geschäftssitzes während des Zweiten Weltkriegs folgte 1944 der Umzug ins baden-württembergische Schwäbisch Hall. Guthaben-Konten wurden mit der Währungsreform 1948 auf D-Mark umgestellt, nach der Jahrtausendwende schließlich auf Euro.

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