Prämieneinnahmen in der Lebensversicherung sinken

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Verantwortlich hierfür ist ein Rückgang im Einmalbeitragsgeschäft der Lebensversicherung. Um 15,7 Prozent sanken die Einnahmen auf 22,6 Milliarden Euro. Im laufenden Beitragsgeschäft verzeichneten die Lebensversicherer ein Plus von 8,3 Prozent. Insgesamt reduzierten sich die Beitragseinahmen in der Lebensversicherung (einschließlich Pensionskassen und -fonds) um 3,9 Prozent auf 86,8 Milliarden Euro (Vorjahr: 90,4 Milliarden Euro).

In der betrieblichen Altersversorgung (bAV) schlossen 1,1 Millionen Menschen einen neuen Vertrag ab. Das sind 15,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein wichtiger Grund hierfür war die Anhebung der steuerlichen Altersgrenze von 60 auf 62 Jahre in diesem Jahr.

Die Leistungen der Lebensversicherer sind im vergangenen Jahr deutlich gestiegen: Mit knapp 85 Milliarden Euro zahlten die Anbieter ihren Kunden 17,3 Prozent mehr aus als 2010. Der Grund: Wegen der erwarteten Verschlechterung der steuerlichen Behandlung der Lebensversicherung haben viele Kunden Verträge über zwölf Jahre abgeschlossen, die 2011 fällig wurden. Die Stornoquote ging erneut zurück und liegt jetzt bei 3,49 Prozent (2010: 3,60 Prozent).

Private Krankenversicherung (PKV): Stabiles Neugeschäft

Die Privaten Krankenversicherer erzielten 2011 Beitragseinnahmen von
34,7 Milliarden Euro, 4,3 Prozent mehr als 2010. Davon entfielen auf
die Krankenversicherung mit einem Plus von 4,5 Prozent rund 32,6 Milliarden
Euro und auf die Pflegeversicherung 2,1 Milliarden Euro (plus 0,5 Prozent).

Die ausgezahlten Versicherungsleistungen in der PKV erreichten 2011 ein Volumen von 22,8 Milliarden Euro – 3,8 Prozent mehr als 2010, wobei sich auf die Krankenversicherung 22,0 Milliarden Euro (plus 3,7 Prozent) und auf die Pflegeversicherung 0,8 Milliarden Euro (plus 6,4 Prozent) aufteilten.

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