Private-Equity-Fonds überprüfen Geschäftsmodell

Private-Equity-Fonds überprüfen Geschäftsmodell

Das Beratungsunternehmen Pricewaterhouse Coopers (PWC) konstatiert ein Umdenken bei Private-Equity-Fonds. Vor allem die drohende Kreditverknappung stellt Geschäftsmodelle in Frage.

Gut 80 Prozent der Beteiligungsgesellschaften erwarten, dass sich ihr Geschäftsmodell ändern werde, so das Ergebnis einer Umfrage von PWC für den „Private Equity Trend Report 2009". Befragt wurden Ende November weltweit 184 Private-Equity-Gesellschaften, darunter 50 aus Deutschland.

„Auch 2009 werden die meisten Banken kaum noch Kredite für neue Private-Equity-Deals zur Verfügung stellen", kommentiert Richard Burton, Leiter des Bereichs Private Equity bei PWC. Neben einem erschwerten Zugang zu Krediten werden auch höhere Zinsen erwartet.

90 Prozent der Befragten gehen deshalb davon aus, dass sie künftig bei Übernahmen mehr Eigenkapital einsetzen müssen. Dementsprechend steht vor allem das Geschäftsmodell des Leveraged Buy-Out, der weitgehend kreditfinanzierte Firmenkauf, in Frage. Derart finanzierten Unternehmen stehen drastische Kostensenkungen bis hin zu Personalabbau in Haus, heißt es von PWC. Eine weitere Folge des erhöhten Eigenkapitalanteils: Die Transaktionsvolumina werden kleiner. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Kapitalgebern werde an Bedeutung gewinnen.

Die Finanzkrise hat seit 2007 bei 56 Prozent der Befragten zu Wertverlusten bei ihren Beteiligungen geführt, nur 15 Prozent verzeichneten Wertgewinne. Mit einer schnellen Erholung des Beteiligungsmarktes rechnen nur wenige, die Mehrheit der Befragten geht von einer Trendwende innerhalb von ein bis zwei Jahren aus.

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