Raus aus Gold: 9,2 Milliarden Dollar fließen ab
Grund dafür ist der Eindruck, dass sich die globale Konjunktur erholen wird. Investoren sind deshalb bereit, höhere Risiken einzugehen. Vor allem die US-Konjunktur wird anziehen, so die Meinung zahlreicher Anleger, was die Erwartungen eines Zinsanstiegs in den USA wachsen lässt. Zudem haben Spekulationen zugenommen, dass die US-Notenbank ihre lockere Geldpolitik zurückfahren wird. Das hat den Wechselkurs des Dollar unterstützt. All diese Faktoren haben taktische Investoren dazu gebracht, ihre Positionen in Gold abzubauen. Einen ähnlichen Trend meldet ETF Securities auch für den Futures-Markt. Dort fielen die Netto-Long-Positionen in Terminkontrakten auf Gold auf den Stand von Ende 2008.
„Die Rohstoffmärkte befinden sich derzeit offenbar an einem Wendepunkt. Der positive Trend bei zyklischen Rohstoffen in den ersten zehn Wochen des Jahres wurde in der zweiten Märzhälfte von der Zypern-Krise abrupt gestoppt“, erklärt Nicholas Brooks, Leiter für Research und Investmentstrategie bei ETF Securities und ergänzt: „Seit Überlegungen zu einer Enteignung von zyprischen Sparern bekannt wurden, haben Gold-ETPs zwischenzeitlich wieder Mittelzuflüsse erzielt. Dagegen haben Investoren ihre Investments in ETPs auf zyklischere Rohstoffe zurückgefahren und teilweise sogar Mittel aus diesen Produkten abgezogen.
Ob sich der Trend der Umschichtung aus Gold in zyklischere Rohstoffe umkehrt oder nur unterbrochen wird und sich nach einer Pause fortsetzen wird, wird voraussichtlich durch folgende Faktoren entschieden: Wie Europa mit Zypern und der Ansteckungsgefahr für weitere Volkswirtschaften in der europäischen Peripherie umgeht und wie nachhaltig die guten Wirtschaftsdaten aus den USA sind.“
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