Sparschwein nur für Trainingszwecke

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„Das Sparschwein ist zum Einüben des Sparens wichtig, für den Vermögensaufbau aber hat es ausgedient“, kommentiert Hans-Jörg Naumer den 84. Weltspartag. „Sparen dient heute nicht mehr allein zur Finanzierung größerer Anschaffungen“, so der Leiter des Bereiches Kapitalmarktanalyse bei der Münchner Fondsgesellschaft Allianz Global Investors weiter. „Die heranwachsende Generation trägt die Verantwortung für die eigene finanzielle Zukunft.“

Trotz ihrer Mitverantwortung für ihre eigene Altersvorsorge, setzen die jungen Deutschen nach Naumers Meinung aber noch zu wenig auf die Kapitalmärkte. Oft werde beispielsweise unterschätzt, wie sich ein Renditeunterschied von nur einem Prozentpunkt über einen langen Zeitraum auswirkt. „Bei einer Einmalanlage von 10.000 Euro stehen dem Anleger bei einer durchschnittlichen Rendite von jährlich vier Prozent nach 30 Jahren 32.000 Euro zur Verfügung“, so Naumer.

Bei einer künftigen Steuerbelastung von Kapitalerträgen in Höhe von 28 Prozent und einer durchschnittlichen Inflationsrate von 2,5 Prozent bleibe jedoch von den vier Prozent Zinsen kaum etwas übrig. Naumer: „Durch den Zinseszinseffekt vermehrt sich das Kapital schon bei durchschnittlich fünf Prozent Rendite im gleichen Anlagezeitraum auf 43.000 Euro.“

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