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Studie: Zu wenig Wohnhäuser

Quelle: Phototcase
Quelle: Phototcase
Gut ausgestattete und voll vermietete Gebäude in den besten Lagen, die sogenannten Core-Immobilien, sind für die meisten institutionellen Investoren der entscheidende Trend auf dem Immobilienmarkt. Auch Wohngebäude und energieeffiziente Häuser sind gefragt.

Dies geht aus der Analyse von Immobilien- und Infrastrukturinvestments bei institutionellen Investoren hervor, die von Commerz Real und dem Finanz Research Center der Steinbeis-Hochschule Berlin durchgeführt wurde. Dabei wurden Interviews mit 128 Entscheidern aus Banken, Versicherungen, Finanzunternehmen, Versorgungswerken, Pensionskassen, kirchlichen Einrichtungen sowie Stiftungen durchgeführt und ausgewertet.

24,2 Prozent der Befragten nannten Core-Immobilien als entscheidenden Trend bei der Immobilienanlage, gefolgt von Wohnimmobilien mit 13,6 Prozent. Umweltfreundliche Immobilien, sogenannte Green Buildings, schafften es mit 10,6 Prozent der Nennungen auf Platz drei.

Im Immobilien-Portfolio der meisten Studienteilnehmer hingegen überwiegen mit rund 80 Prozent Gewerbeobjekte. Es fehle an geeigneten Angeboten auf dem Wohn- und Sozialimmobilienmarkt, beklagten die Investoren.

Über 60 Prozent der Befragten gaben zudem an, dass der Anteil von Green Buildings in ihren Portfolien weiter steigen wird. Die meisten (57,7 Prozent) planen dabei hauptsächlich „grüne“ Bürogebäude kaufen.

Darüber hinaus wollen professionelle Anleger sich stärker im Bereich Infrastruktur engagieren. Demnach werden sie den aktuell noch sehr niedrigen Anteil von 0,7 Prozent auf Sicht von drei Jahren voraussichtlich mehr als verdoppeln (1,6 Prozent).

Als Trends im Bereich Infrastruktur-Investments sehen die Befragten vor allem öffentlich-private Partnerschaften (23,6 Prozent), Anlagen in Gas-, Wasser- und Stromnetze (20 Prozent) sowie erneuerbare Energien (18,2 Prozent).
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