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Vermögensverwalter über China-Aktien Chinesen sind scharf auf Mid- und Small-Caps

Clemens Kustner ist Geschäftsführer der Aspoma Asset Management in Linz
Clemens Kustner ist Geschäftsführer der Aspoma Asset Management in Linz

Festlands-Chinesen handeln Aktien an den Börsen in Schanghai und Shenzhen, während ausländische Investoren vor allem an der Hongkonger Börse aktiv sind. Die dort gehandelten H-Aktien sind in den meisten Fällen günstiger bewertet als Titel, die an den Festlandsbörsen gelistet sind. Versuche, die Börse in Hongkong mit den Börsen auf dem Festland zu verbinden, gab es schon früher.

Doch nun kommt die Öffnung der Börse in Hongkong für chinesische Investoren richtig in Gang: Zwischen Hongkong und Schanghai besteht bereits seit 2014 ein sogenannter Connect. Damit konnten Festlands-Chinesen erstmals relativ frei an der Börse der früheren britischen Kolonie Aktien kaufen, die auf dem Festland nicht gehandelt werden oder in Hongkong eine günstigere Bewertung haben. Jetzt kommt die Verbindung zwischen Hongkong und Shenzhen dazu.

Politik will den chinesischen Kapitalmarkt vereinheitlichen

Parallel zu diesem weiteren Connect zwischen den Börsen werden technische und administrative Hürden abgebaut. Die Politik will so den chinesischen Kapitalmarkt Stück für Stück vereinheitlichen. Ziel ist, dass der Aktienhandel nicht nur die bisherige Kapitalmarktgrenze zwischen Hongkong und China überschreitet, sondern sich erheblich ausweitet. Erneut wird damit viel Geld vom Festland in Aktien fließen, die in Hongkong gelistet sind. Aus Sicht der Festlands-Chinesen besonders attraktiv: In Hongkong werden mehr als 80 Mid- und Small Cap-Aktien gehandelt, die sich besonderer Beliebtheit erfreuen. Dazu gehört etwa Brilliance Automotive, ein Unternehmen, das mit BMW seit 2003 ein Joint-Venture betreibt.