Versicherungskonzern

Schwaches Fondsgeschäft belastet Allianz-Bilanz

Naturkatastrophen, wetterbedingte Schäden und eine marktbedingt niedrigere Anlagerendite: So benennt der Versicherungskonzern Allianz in seinem aktuellen Quartalsbericht die Gründe für den jüngsten Gewinneinbruch des Konzerns. Im 2. Quartal sankt der Gesamtumsatz der Allianz um 2,5 Prozent auf 29,4 Milliarden Euro. Das operatives Ergebnis im zweiten Quartal fiel um 17,2 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro.

Die Vermögensverwalter-Tochter der Allianz, Pimco, verzeichnet weiterhin Mittelabflüsse. Das Gros der 19 Milliarden Nettomittel-Abflüsse der Allianz im 2. Quartal entfielen nach Angaben von Allianz-Finanzchef Dieter Wemmer auf das Anleihehaus. Die Abflüsse seien allerdings vor allem auf einen einzigen Kunden zurückzuführen, der im 2. Quartal 17 Milliarden Euro bei Pimco abgezogen haber, betont Wemmers gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Der Finanzchef gibt sich positiv gestimmt: Obwohl das Anleihehaus seinem Mutterkonzern bereits seit rund drei Jahren Sorgen bereitet, weil Anleger Gelder aus Pimco-Fonds abziehen, hält Wemmers es für „durchaus realistisch“, dass Pimco die Abflüsse in der zweiten Jahreshälfte stoppen könne.

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