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Zu hohe Provisionen? Vermittler verwahren sich gegen pauschale Vorwürfe

Michael H. Heinz, BVK
Michael H. Heinz, BVK
„Einige Zeitungen holen immer wieder zu einem Rundumschlag gegen unseren Berufsstand aus“, ärgert sich BVK-Präsident Michael H. Heinz, „obwohl die kritisierten Provisionsexzesse nur bei wenigen Großvertrieben zu beobachten sind.“

Der BVK weist darauf hin, dass für die Provisionshöhen vorwiegend die Versicherungsunternehmen verantwortlich sind. Diese seien aus „reinem Umsatz- und Gewinninteresse“ nicht mehr in der Lage, eine auch den Kundeninteressen gerecht werdende Provisionspolitik gegenüber den Großvertrieben zu gestalten.

„Für uns ist nicht nachvollziehbar, warum immer wieder ein ganzer Berufsstand pauschal und undifferenziert unter einen Generalverdacht gestellt wird“, sagt BVK-Präsident Heinz und verweist auf die geringe Beschwerdequote beim Versicherungsombudsmann Professor Günter Hirsch.

In dessen Jahresbericht für 2009 waren lediglich 479 (Vorjahr: 461) Eingaben gegen Versicherungsvermittler aufgeführt. Angesichts millionenfach vermittelter Versicherungsverträge pro Jahr, eine verschwindend geringe Beschwerdequote über Versicherungsvermittler, so der BVK.
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