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Lucio Soso managt den Bellevue Global Macro

Lucio Soso managt den Bellevue Global Macro

22 Fragen an Lucio Soso

„Mein bestes Investment ist meine Ehe“

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1. Ihre erste prägende Erfahrung zum Thema Geld?

In meiner Jugend hat mich der Kauf eines Segelboots gelehrt, wie schnell manche Dinge mitunter an Wert verlieren. Trotzdem möchte ich diese Erfahrung nicht missen: Ich habe halb Asien mit dem Boot bereist und besitze es immer noch

2. Wie haben Sie Ihr Studium finanziert?

Anfangs haben meine Eltern geholfen, und ich habe als Lehrassistent an der Uni etwas dazuverdient. Für mein Nuklearphysik-Studium in Tokio gab es dann ein Stipendium von der japanischen Regierung

3. Haben Sie ein berufliches Vorbild?

Ich bewundere den unabhängigen Geist und den Humor von Richard Feynman, der 1965 für seine Forschungen zur Quanten-Elektrodynamik den Nobelpreis für Physik erhalten hat

4. Die unsinnigste Börsen-Theorie, die Ihnen je untergekommen ist?

„Miete alles, was fliegt, schwimmt oder mit Dir ins Bett geht – das ist auf lange Sicht immer billiger, als es zu kaufen.“ In meinem Fall stimmt die Regel nicht: Meine zweite Ehe ist bislang mein bestes Investment

5. Welches Buch sollte jeder Fondsmanager gelesen haben?

Lombard Street von Walter Bagehot. Obwohl es bereits 1873 erschienen ist, beschreibt es doch sehr genau die Extravaganz moderner Geldpolitik

6. Wie motivieren Sie sich, wenn Sie mit Ihrem Fonds einmal hinter der Konkurrenz zurückbleiben?

Große Champions erkennt man an der Art und Weise, auf die sie zurückkommen

7. Und die Belohnung, wenn Sie alle anderen abgehängt haben?

Die Gewissheit, für meine Kunden Geld verdient zu haben

8. Ihr bislang schönstes Erlebnis als Fondsmanager?

Die Tatsache, dass ich meinen Investoren im vierten Quartal 2008 eine positive Performance geliefert habe

9. Worüber haben Sie sich in jüngster Zeit so richtig geärgert?

Meine Antwort auf diese Frage wollen Sie nicht wirklich hören

10. Und wem würden Sie gern einmal gehörig die Meinung sagen?

Als Portfoliomanager lehrt mich jeder einzelne Tag, bescheiden zu sein. Deshalb fühle ich mich nicht dazu berufen, anderen zu sagen, was sie tun oder nicht tun sollen

11. Was sammeln Sie?

Fotokameras, mit denen ich schöne Erinnerungen einfange

12. Wann schalten Sie Ihr Handy aus?

Jeden Abend ab 23 Uhr

13. Wem folgen Sie auf Twitter?

Dieses Medium nutze ich nicht mehr

14. Ihre liebste TV-Serie?

Commissario Montalbano. Der Titelheld löst seine Fälle mutig, klug, ehrlich und pragmatisch – und nimmt am Ende jeder Folge ein Bad vor der sizilianischen Küste

15. Und wo schalten Sie sofort ab?

Bei Werbung. Deshalb zeichne ich Fernsehsendungen grundsätzlich auf, damit ich bei Bedarf spulen kann

16. Was weckt eher Ihre Leidenschaft – Fußball oder Rockmusik?

Musik, aber kein Rock. Ich bin ein großer Fan des Tango: Ich tanze ihn, ich singe ihn und ich nehme Klavierstunden, um ihn spielen zu können

17. Welches Konzert haben Sie jüngst besucht?

Ich habe selbst ein Konzert in Prag gegeben mit meinem Chor. Wir sind zwar nicht so gut, aber dafür singen wir mit Herz!

18. Auf welchen Luxusartikel würden Sie nur ungern verzichten?

Auf Gesundheit und Bildung

19. Und wofür würden Sie notfalls sogar Ihr Konto überziehen?

Für Gesundheit und Bildung

20. Wein oder Bier zum Essen?

Wein – insbesondere Weine der Antinori-Famlie, die ich persönlich kenne. Ich mag auch die dahinterstehende Erfolgsgeschichte

21. Welches Hilfsprojekt haben Sie jüngst finanziell unterstützt?

Ein Projekt des Schweizer Arztes und Musikers Beat Richner, der sich schon seit vielen Jahren für den Aufbau von Kinderkrankenhäusern in Kambodscha engagiert

22. Wo wollen Sie leben, wenn Sie einmal nicht mehr Fondsmanager sind?

Ich werde immer Geld managen, auch im Ruhestand. In meinem Beruf ist das Alter ein zusätzlicher Wert, kein Handicap. Ich hoffe nur, dass ich ihm dann etwas häufiger an Bord meines Segelbootes nachgehen kann als heute

Lucio Soso Der 1965 in Padua geborene Italiener studiert nach dem Schulabschluss zunächst Elektrotechnik in Zürich und Nuklearphysik in Tokio. Parallel zu seiner ersten beruflichen Station in der institutionellen Vermögensverwaltung von Pictet & Cie studiert er darüber hinaus von 1992 bis 1995 Finanzwissenschaften an der London Business School. Über die Stationen All Asia Capital (1995 bis 1998) und Orwellsys (1998 bis 2004) gelangt Soso zur RBR Capital AG in Zürich, wo er sechs Jahre lang als Risikomanager und Portfolio-Manager für Global-Macro-Mandate arbeitet. Im Frühjahr 2010 wechselt er zu Bellevue Asset Management und betreut dort seit der Auflegung den Bellevue BB Global Macro.

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