Nina Kordes, Managerin des Hellerich Sachwertaktien

22 Fragen an Nina Kordes

„Ich hatte Herzklopfen und feuchte Hände“

  1. Ihre erste prägende Erfahrung zum Thema Geld?

Beruflich gesehen, erinnere ich mich noch sehr gut an meine allererste Order, die ich selbst erstellt und dann per Fax aufgegeben habe. Ich war allein im Büro, und es handelte sich um einen chinesischen Titel. Ich hatte Herzklopfen und feuchte Hände

  1. Wären Sie nicht Fondsmanager geworden, wären Sie heute …

Analystin

  1. Haben Sie ein berufliches Vorbild?

In einer Fernsehdokumentation wurde einmal Mark Mobius porträtiert. Sein Fleiß, seine Disziplin, sein Optimismus und natürlich der Erfolg bis ins hohe Alter haben mich sehr beeindruckt

  1. Welche andere Persönlichkeit imponiert Ihnen oder fasziniert Sie?

Ärzte ohne Grenzen, jeder Einzelne von ihnen

  1. Welches Buch sollte jeder Fondsmanager gelesen haben?

Viele gute Bücher sind an dieser Stelle schon einmal erwähnt worden, daher empfehle ich Inventing Money von Nicholas Dunbar. Hier wird beschrieben, wie der Hedgefonds LTCM 1998 in Schwierigkeiten geraten ist. Sehr spannend und nicht nachahmenswert

  1. Wie motivieren Sie sich, wenn Sie mit Ihrem Fonds einmal hinter der Konkurrenz zurückbleiben?

Für diese Motivation sorgen mein persönlicher Anspruch und Ehrgeiz. Mein Fonds ist zudem nicht so konzipiert, dass er in allen Marktphasen outperformen kann

  1. Und die Belohnung, wenn Sie alle anderen abgehängt haben?

Kurzfristige Zufriedenheit

  1. Ihr bislang schönstes Erlebnis als Fondsmanager?

Wenn die Leistung honoriert wird, egal in welcher Form

  1. Welchem verpassten Investment trauern Sie noch heute nach?

Was ich persönlich verpasst habe, war der IPO-Wahn zu Zeiten des Neuen Marktes. Ich war noch Student und meine Kommilitonen, die regelmäßig einfach irgendetwas zeichneten, konnten mit wenig Risiko ganz ordentliche Gewinne erzielen. Kurze Zeit später war es dann aber vorbei damit

  1. Worüber haben Sie sich in jüngster Zeit so richtig geärgert?

Über Politiker

  1. Und wem würden Sie gern einmal gehörig die Meinung sagen?

Bei denjenigen, die ich da im Sinn habe, wäre es Zeitverschwendung

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