Abgeltungssteuer: Fondssparer halten die Füße still

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Drei Monate vor Inkrafttreten der Abgeltungssteuer fühlen sich Fondsanleger über die Neuerungen gut informiert. In einer vom Finanzportal Onvista durchgeführten Umfrage unter mehr als 2.100 vornehmlich privaten Fondskäufern räumten nur 5,4 Prozent ein, sich noch nicht über die Neuerungen sachkundig gemacht zu haben. Vor einem Jahr sagten das noch 22,8 Prozent.

Dennoch will die große Mehrheit der Befragten (58,0 Prozent) nichts an ihrer Investmentstrategie ändern. Nur 36,6 Prozent gaben an, ihr Anlageverhalten aufgrund der Abgeltungssteuer anpassen zu wollen. 11,8 Prozent wollen sich auf jeden Fall mit speziellen Fondsprodukten vor der Abgeltungssteuer schützen. Besonders hoch im Kurs stehen hierbei Dachfonds (43,8 Prozent), gefolgt von Immobilienfonds (27,5 Prozent) und Mischfonds (24,2 Prozent).

30,6 Prozent der Befragten sind nur dann bereit in steueroptimierte Fondsprodukte zu investieren, wenn diese auch eine ansprechende Rendite erwarten lassen. 19,4 Prozent meiden neue Produkte und bevorzugen Fonds, die bereits seit mehreren Jahren auf dem Markt sind.

Trotz des Wegfalls der Spekulationsfrist wollen 66,6 Prozent der Anleger, die in regelmäßigen Abständen Fondsanteile erwerben, ihre Fondssparpläne wie gehabt weiterführen. 23,8 Prozent der Befragten halten diese Anlageform in Zukunft nicht mehr für rentabel und wollen nach dem Jahreswechsel mit dem Fondssparen aufhören.

Insgesamt haben 2.135 Personen an der Umfrage teilgenommen. Sie wurde vom 14. Juli bis 19. August 2008 auf dem Finanzportal Onvista in den Rubriken „Fonds“ und „ETFs“ durchgeführt. Rund 85 Prozent der Befragten sind Privatanleger, 92 Prozent sind männlich. 35 Prozent aller Teilnehmer haben ein Netto-Einkommen von mindestens 3.000 Euro.

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