Aktuelle Untersuchung zeigt Garantien in der Altersvorsorge verteuern sind um 60 Prozent
Zwei Gründe haben die Forscher dafür vor allem ausgemacht. Erstens: Die Absenkung des Rechnungszinses auf nunmehr 1,25 Prozent. Zweitens: Biometrische Faktoren wie Unisex-Tarife und die Erhöhung der Lebenserwartung verteuern Garantien.
Allein wegen der Absenkung des Rechnungszinses ist der Preis für eine Garantierente um etwa 41 Prozent gestiegen. „Das ist der Preis, den die Altersvorsorgesparer für die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank bezahlen“, sagt IVFP-Geschäftsführer Michael Hauer.
Lösung: Längere Lebenserwartung nutzen
Und wie kann man das Problem nun lösen? Hauer plädiert dafür, die längere Lebenszeit auch entsprechend zu nutzen: „Es verbleibt selbst nach Rentenbeginn noch eine beträchtliche Zeitspanne, in der angesammeltes Guthaben kapitalmarktnah angelegt werden kann, weil Wertschwankungen über den restlichen Zeitraum ausgeglichen werden.“
Das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) hat auch eine Idee: Mehr Wahlfreiheit bei staatlich geförderten Altersvorsorgeprodukten. „Der Sparer soll selbst entscheiden, wie viel Beitragsgarantie und wie viel Garantierente er sich leisten will. Wer sich für die bisherige konventionelle Verrentung entscheidet, muss sich allerdings darüber im Klaren sein, dass er deutlich mehr Geld für die Altersvorsorge aufwenden muss“, sagt DIA-Sprecher Klaus Morgenstern.