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Studie von Aon Arbeitnehmer sehen Generationenkonflikt in der bAV

Zwei Stahlarbeiter
Zwei Stahlarbeiter: Jung und Alt weisen auf Probleme hin. | Foto: Pexels / Kateryna Babaieva

72 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland nehmen einen Konflikt wahr zwischen Jung und Alt in der Altersvorsorge. Bei den Arbeitgebern sind es 59 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage aus dem Beratungshaus Aon. Gleichzeitig trauen 61 Prozent der Mitarbeiter und 71 Prozent der Geschäftsführer dem Betriebsrentenkonzept zu, diese Spannungen in Zukunft zu lösen.

Für die Studie befragte Aon 1.000 Arbeitnehmer zwischen 18 und 65 Jahren aus Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern per Online-Fragebogen. Parallel dazu befragten die Forscher bAV-Verantwortliche von Unternehmen, die mehrheitlich in Kontakt mit dem Dienstleistungstochter des Versicherers stehen.

Im Detail: 72 Prozent der jungen Beschäftigten zwischen 18 und 29 Jahren sind der Ansicht, dass es zulasten der jungen Generation geht, wenn Versorgungswerke ihre Konditionen ändern. 70 Prozent der älteren Arbeitnehmer zwischen 60 und 65 Jahren denken genauso. Und 62 Prozent der Arbeitgeber gestehen ein, dass sie ihre bAV vor allem für jüngere Mitarbeiter nach unten anpassen.

69 Prozent der befragten Arbeitgeber sagen zudem, dass die heutige bAV weniger wert sei als früher. Bei den Beschäftigten sind 39 Prozent dieser Ansicht. Insbesondere jüngere Mitarbeiter zwischen 18 und 29 Jahren misstrauen der bAV und legen höheren Wert auf andere Vergütungsbestandteile als die Betriebsrente. In der Umfrage stimmten 64 Prozent der entsprechenden Aussage zu.

Noch kein Patentrezept

Auf Seite der Arbeitgeber gibt es bereits Initiativen, um die Generationen-Gerechtigkeit in der bAV zu verbessern. Allerdings ist der Katalog breit gestreut und einige müssen noch nachholen. Bei den Unternehmen, die hier vorangehen, machen insbesondere wertpapiergebundene Zusagen mit Beitragsflexibilität und höheren Renditemöglichkeiten für junge Mitarbeiter (58 Prozent) das Rennen. 42 Prozent der Arbeitgeber gaben in der Umfrage sonstige Initiativen als Handlungsoption an.

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