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Villa Ephrussi de Rothschild bei Nizza

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Arme Millionäre: Die Krise trifft die Superreichen

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Laut dem 13. Reichtumsbericht der US-Bank Merrill Lynch und der Beratungsfirma Capgemni gehörten in Deutschland 809 700 Menschen zu den Dollar-Millionären – das sind 2,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Weltweit verloren die 8,6 Millionen Dollar-Millionäre knapp ein Fünftel ihres Gesamtvermögens. Bei den Ultra-Reichen – die rund ein Prozent der Dollar-Millionäre ausmachen und mindestens 30 Millionen Dollar besitzen – gab es sogar einen Minus von knapp 24 Prozent. In der sogenannten D.A.C.H-Region – Deutschland, Österreich und der Schweiz – haben die Reichen und Superreichen im vergangenen Jahr 280 Milliarden Euro verloren. Die Zahl der Millionäre ging um 100.000 auf 909.000 zurück und erreichte damit den Stand von 2003. Dies geht aus dem jüngsten Vermögensreport hervor, der vom Liechtensteiner Investmenthaus Valluga und der Unternehmensberatung Amadeus Consulting erstellt wurde. Der Report basiert auf Befragungen von Vermögensverwaltern und Banken im deutschsprachigen Raum. Die prozentual höchsten Einschnitte hatten Österreichs Reiche zu verkraften: Mit 35 Milliarden Euro haben sie 16 Prozent ihres Gesamtvermögens verloren, so dass ihnen „nur noch“ 185 Milliarden Euro zum Leben blieben. Nicht ganz so schlimm traf es die deutschen Millionäre und Milliardäre: Die 212 Milliarden Euro, die sie verloren, machten lediglich 10 Prozent ihres Vermögens von 1.838 Milliarden Euro aus. Am leichtesten kamen die Schweizer davon: Sie büßten mit 33 Milliarden Euro lediglich 9 Prozent ihres Kapitals (357 Milliarden Euro) ein. In der Liste der Länder mit den meisten Dollar-Millionären steht Deutschland weiterhin hinter den USA und Japan auf Platz drei. China überholte Großbritannien und kam auf Platz vier, danach folgten Frankreich, Kanada, die Schweiz und Italien. Brasilien rückte in der Liste um zwei Plätze vor und überholte Österreich und Spanien. Laut der Merrill-Lynch-Untersuchung ist die Zahl der Dollar-Millionäre in allen großen Regionen der Welt gesunken. „Niemand ist verschont geblieben“, sagte der Deutschland-Chef der Merrill-Lynch-Vermögensverwaltung, Oliver Orth.

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