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Die Sahnestücke der Immobilienfonds finden schnell Abnehmer (Quelle: Sandro Götze/Fotolia)

Die Sahnestücke der Immobilienfonds finden schnell Abnehmer (Quelle: Sandro Götze/Fotolia)

Aufgelöste offene Immobilienfonds

Darum warten SEB Immoinvest & Co. mit dem Ausverkauf

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Nach der Finanzkrise 2008 geriet eine Reihe von Immobilienfonds wie SEB Immovest, CS Euroreal 94 und Kanam Grundinvest in Schieflage. Viele Anleger waren damals nervös geworden und hatten ihre Gelder aus den Fonds abgezogen, woraufhin diese dichtmachen mussten. Denn sie hatten irgendwann einfach nicht mehr genügend flüssiges Kapital, um alle Verkaufswilligen auszuzahlen, da das Hauptvermögen in den verwalteten Gebäuden steckte. Das sorgte für noch mehr Angst unter den Anlegern, was zur Entscheidung führte, die Fonds abzuwickeln. Seitdem sind die Investmentgesellschaften dabei, insgesamt 18 Fonds zu liquidieren, darunter elf Fonds für Privatanleger. Doch für die Abwicklung lassen sich einige Fondsmanager Zeit. So hat der SEB Immovest bislang nur 29 Prozent seiner Immobilien verkauft, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Auch CS Euroreal mit 50 Prozent und Kanam Grundinvest mit 62 Prozent sind demnach von den Quoten anderer Fonds weit entfernt. Steigende Immobilienpreise von Vorteil Für die Manager gibt es einige Gründe, nicht überstürzt das Portfolio zu verkaufen. So hat die Finanzaufsichtsbehörde Bafin die Abwicklungsfrist für die drei Fonds von drei auf fünf Jahre erhöht und damit den Druck von den Fonds genommen, schnell Gebäude unter Wert verscherbeln zu müssen. Dabei spielen die steigenden Immobilienpreise eine wichtige Rolle. So bekommen nicht nur die Top-Adressen im Portfolio gute Angebote, sondern auch die sonst eher schwer verkäuflichen Gebäude. Zudem können die Fonds bei Gebäuden, die vermietet sind, die Einnahmen bis zum Verkauf mitnehmen. Bislang scheint es sich für die Anleger zu lohnen. So haben viele Investoren verhältnismäßig viel von ihrem Geld bei anderen Fonds wiedergesehen. Hansaimmobilien konnten 98 Prozent zurückgeben und beim Kanam Grundinvest US waren es 84 Prozent. Spekulationsfreudige Analysten meinen sogar, dass sich ein Einstieg bei den Abwicklungsfonds lohnen könnte, da die Abschläge mit denen die Anteile an der Börse gehandelt werden hoch sein.

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