Lesedauer: 1 Minute

Liquiditätsengpass BKK24 erhöht Zusatzbeitrag kräftig

Versichertenkarten mehrerer gesetzlicher Krankenversicherungen
Versichertenkarten mehrerer gesetzlicher Krankenversicherungen: Die Zusatzbeiträge liegen 2021 bei durchschnittlich 1,3 Prozent. | Foto: Imago Images / Tagesspiegel

Ende Juli hat die gesetzliche Krankenkasse BKK24 vorsorglich einen möglichen Liquiditätsengpass angezeigt. Man sei nicht insolvent, sondern „im Tagesgeschäft und strukturell gesund“, bei der Anzeige gehe es „um einen bilanziellen Einmaleffekt“ im Rahmen der Jahresprognose 2021 und auf den Versicherungsschutz werde dies keine Auswirkungen haben, betonte die Krankenkasse.

Nun gibt BKK24 eine Erhöhung des Zusatzbeitrages auf 2,5 Prozent ab September bekannt. Die Beitragserhöhung sei zeitlich begrenzt, im kommenden Frühjahr soll der Zusatzbeitragssatz wieder auf das bundesweite Durchschnittsniveau gesenkt werden, so BKK24.

Am Versicherungsschutz, den Extraleistungen und dem Service ändere sich künftig nichts, heißt es von der Krankenkasse.

Zusatzbeitrag: BKK24 ist Spitzenreiter

Mit 2,5 Prozent erhebt BKK24 den höchsten Zusatzbeitrag von allen gesetzlichen Krankenkassen. Nach Angaben des Online-Portals Krankenkasseninfo.de folgen mit Abstand BKK Technoform, BKK ZF & Partner und BKK Herkules mit einem zusätzlichen Beitragssatz zwischen 1,9 und 1,7 Prozent.

Im Durchschnitt liegt der Zusatzbeitrag der Krankenkassen im Jahr 2021 bei 1,3 Prozent. Den niedrigsten Satz erhebt mit 0,35 Prozent BKK Euregio, die in Nordrhein-Westfalen und Hamburg aktiv ist. Die günstigste bundesweit geöffnete Krankenkasse ist die HKK mit einem Zusatzbeitrag von 0,39 Prozent.

Mehr zum Thema
NachhaltigkeitVersicherungskunden achten verstärkt auf Umweltkriterien
Zur BundestagswahlVerbandsvertreter wenden sich gegen Bürgerversicherung
Checkliste des AfWWie Vermittler ihren VSH-Schutz prüfen können