Carsten Maschmeyer, Foto: Getty Images

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Carsten Maschmeyer

„Die ganzen Absicherungsklauseln sind eh nur Angsthasenfußball“

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Um eine Fernbeziehung zu Frau Veronica Ferres, die für Dreharbeiten zeitweilig von Hannover nach Hollywood gezogen ist, zu vermeiden, verbrachte auch Carsten Maschmeyer ein halbes Jahr in Kalifornien. „Ich wollte schon seit etwa zwei Jahren mal längere Zeit im Silicon Valley verbringen“, erklärt er dazu im Interview mit dem Handelsblatt.

Zurückgekommen in die niedersächsische Heimat ist Maschmeyer mit vielen positiven Eindrücken aus dem Land der Freiheit. Er zeigt sich vor allem beeindruckt vom Optimismus der innovativen Gründer aus der Region rund um die kalifornische Stadt Palo Alto, in der viele technikaffine Gründer mit ihren Start-ups beheimatet sind.

„Da guckt man nach vorne, pur“

Der Juror der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“ und Wagniskapital-Investor interessierte sich insbesondere für den Umgang von Geldgebern mit Risiken. Seine Erfahrung: „Da guckt man nach vorne, pur. Die Verträge, die Investoren dort mit Start-ups schließen, sind oft nur eine Seite lang, nicht 60 oder 70 wie bei uns.“

„Im Silicon Valley sagt man: Entweder die Firma fliegt, dann sind eh alle happy“, so Maschmeyer weiter. „Oder die Bude geht kaputt, dann ist der Vertrag auch egal. Die ganzen Absicherungsklauseln dazwischen sind eh nur Angsthasenfußball.“

Außerdem gebe es in den Vereinigten Staaten „eine andere Kultur des Scheiterns“. Maschmeyer: „Wenn in den USA ein Fonds zehn Investments macht, dann berichten die Medien über das erfolgreichste. Hier zeigen die Journalisten auf Nummer sieben und sagen: Ja, aber hier hat er Geld verloren.“

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