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Commerzbank verliert Kundenvertrauen

Demnach wirkte die Übernahme der Commerzbank nicht vertrauensfördernd. Im Durchschnitt liegt der Anteil der Kunden, die zu ihrer Bank großes Vertrauen haben, laut Untersuchung bei 48 Prozent. Im Gegensatz zur Commerzbank genießen die Direktbanken ING-Diba und DKB dagegen das unverändert überdurchschnittliche Vertrauen ihrer Kunden. Gleiches gilt auch für die Volks- und Raiffeisenbanken und vor allem die Sparda Bank. Betrachtet man die Vertrauen bildenden Aspekte im Verhältnis zu einer Bank oder Sparkasse im einzelnen ergibt sich folgendes Bild: 45 Prozent der Befragten halten ausgesprochene Garantien für hervorragend geeignet, das Vertrauen zur eigenen Bank oder Sparkasse herzustellen oder zu vertiefen – die Garantien beinhaltet sowohl die gesetzliche Einlagensicherung als auch die Mitgliedschaft in einem Einlagensicherungsfonds. Sichere Produkte mit garantierten Erträgen folgen mit 42 Prozent auf dem zweiten Rang. Renditestarke Produkte hingegen landeten abgeschlagen auf dem neunten Rang (21 Prozent). Neben dem Aspekt der Sicherheit spielt vor allem Kontinuität eine wichtige Rolle: Für 35 Prozent der Befragten wirkt es Vertrauen bildend, wenn ihr Geldinstitut seine Eigentümerstruktur weder teilweise verändert hat noch ganz verkauft wurde. Der wirtschaftliche Erfolg einer Bank wirkt aktuell dagegen nur für 30 Prozent der Kunden besonders positiv auf das Vertrauen. Ein sachlicher Werbeauftritt wird – wie auch das ausführliche Gespräch mit einem Berater – nur von 29 Prozent der Befragten als stark vertrauensbildender Aspekt empfunden. Für deutlich mehr als die Hälfte der Befragten ist hingegen eine staatliche oder kommunale Beteiligung (56 beziehungsweise 57 Prozent) an einer Bank nur mittelmäßig oder schlecht geeignet, das Vertrauen zu einem solchen Institut herzustellen oder zu vertiefen.

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