Deutsche Asset Management Neuer Fonds gewichtet Schwellenländer nach den „4 Cs“
Dieser neu entwickelte Index für Staatsanleihen der Schwellenländer gewichtet die Emittenten anhand verschiedener fundamentaler Kennzahlen. Hierzu zählen beispielsweise die Kriterien Fremdwährungsreserven, Inflationsrate, Ausfallhistorie, Staatsschulden als Prozentsatz des Bruttoinlandsproduktes (BIP) und BIP-Wachstumsrate.
4 Cs: Capital, Character, Condition, Capacity
Konkret erfolgt die Prüfung der einzelnen Staaten im Hinblick auf ihr Kapital (Capital) als Puffer für künftige Fremdkapitalkosten, ihre Zahlungsbereitschaft (Character), ihre gesamtwirtschaftliche Situation (Condition) und ihre Kapital- und Schuldendienstfähigkeit (Capacity). Der aus dieser Analyse hervorgehende Anleihekorb bildet den neuen Index.
Zum Vergleich: Traditionelle Benchmarks festverzinslicher Staatsanleihen gewichten die Bestandteile im Gegensatz dazu oftmals nach ihrem Emissionsvolumen. Doch das führt dazu, dass die am höchsten verschuldeten Länder in dem Index am stärksten gewichtet sind.
Unterschied zu traditionellen Indizes
Derzeit im Vergleich zu einem traditionellen, nicht qualitätsgewichteten Bond-Index übergewichtet sind unter anderem die Philippinen und Katar. In dem neuen Index untergewichtet sind dagegen aktuell Staatsanleihen aus Ländern wie beispielsweise Brasilien und Venezuela.
„Insbesondere bei Schwellenmärkten kann eine auf Fundamentaldaten basierende qualitätsgewichtete Methode helfen, Länder im Vorfeld eines Downgrades zu identifizieren und unterzugewichten, weil Herabstufungen meist auch mit fundamentalen Veränderungen einhergehen“, erklärt Martin Weithofer, Leiter Strategic Beta bei Deutsche AM.
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