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Deutsche Fondsliga: DWS und Top Ten setzen auf weiter steigenden Goldpreis

„Ein halbes Jahr lang war Gold kein Thema mehr, jetzt kommt plötzlich wieder Schwung rein“, kommentiert Marc–Alexander Kniess den erneuten Sprung über die Marke von 1.000 US–Dollar pro Unze am vergangenen Dienstag. Der Manager des in der Tabelle aktuell auf Rang 3 liegenden DWS Intervest hält das gelbe Metall für ein langfristiges Investmentthema, das im Vergleich zu anderen Rohstoffen günstig bewertet sei. Deshalb sieht er für den Preis durchaus noch Potenzial – vor allem, wenn angesichts zunehmender Inflationsängste weitere Anleger auf den Zug aufspringen sollten: „Die gesamten weltweiten Goldreserven stellen gerade einmal ein Zehntel der globalen Aktienmarktkapitalisierung dar. Schon eine kleine Veränderung in der Asset Allocation der Investoren kann da enorme Auswirkungen haben.“ Gold nahe am All-Time-High, Goldminen aber fast 25 Prozent darunter Im DWS Intervest hält Kniess deshalb bereits seit längerer Zeit einen strategischen Anteil von gut 5 Prozent in Goldminenaktien, den er in den vergangenen Wochen noch einmal ausgebaut hat. „Gold notiert nahe am All-Time-High, Goldminen aber fast 25 Prozent darunter“, wittert er trotz vereinzelter operativer Probleme der Minenbetreiber eine Fehlbewertung. In ähnlicher Größenordnung wie Kniess hat sich in den vergangenen Tagen Max Zellhuber positioniert. „Sollte sich der Preis oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 1.000 Dollar festsetzen, löst dies charttechnisch weitere Käufe aus“, argumentiert der Manager des am Ende der vierten Spielwoche noch auf Rang 14 liegenden Dachfonds Top Ten Classic. Rückenwind bekam Zellhuber im Laufe der vergangenen Woche durch seine Beteiligungen am DWS Gold Plus und am Blackrock World Mining, die derzeit zusammen rund 8 Prozent des Fondsvermögens ausmachen. Generell hält er andere Metalle wie Silber oder Kupfer allerdings für aussichtsreicher als Gold. Anteile am bis zu einem Anteil von 30 Prozent in Goldminenaktien investierenden Blackrock World Mining finden sich derzeit auch im Smart–Invest Superfonds AR (Rang18). „Wir haben diese Position bereits vor fünf Wochen aufgebaut, um am aktuellen Momentum zu partizipieren“, sagt dessen Manager Arne Sand. Direkte Goldinvestments wie der DWS Gold Plus sind für ihn derzeit allerdings kein Thema. Verlässliche Aussagen bezüglich der weiteren Preisentwicklung hält Sand derzeit für sehr schwierig: „Fundamental lassen sich sowohl ein steigender als auch ein fallender Goldpreis mit Argumenten untermauern.“ JP-Morgan-Manager Huysinga sieht Chancen bei Peter Hambro Während im Portfolio des traditionell prominent im Rohstoffsektor investierenden M&G Global Basics (Rang 15) Goldminenaktien derzeit überhaupt keine Rolle spielen, wurde Jeroen Huysinga, Manager des JP Morgan Global Focus Fund auf Rang10, immerhin bei einem Unternehmen fündig: Peter Hambro Mining. Der zweitgrößte Goldproduzent Russlands ist Huysinga zufolge im Vergleich zu vielen Konkurrenten günstig bewertet und verfügt zudem über vom Markt weitgehend ignorierte Eisenerzreserven. Überhaupt nichts von Gold– oder Goldminen–Investments hält Luca Pesarini. „Der jüngste Preisanstieg ist auf eine reine Erwartungshaltung zurückzuführen“, sagt der Manager des auf Rang 13 liegenden Mischfonds Ethna–Aktiv E. Das könne natürlich zu weiter steigenden Notierungen führen, die ihn aber in seiner Anlagepolitik nicht interessierten: „Unseres Erachtens ist Gold als Anlage eher sinnlos – es sei denn, man kauft ein Schmuckstück und macht seiner Frau damit eine Freude.“

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