Razzia bei der Infinus-Gruppe im November 2013: Nun wurden die Räume des Infinus-Haftungsdachs erneut durchsucht. Foto: Robert Michael

Razzia bei der Infinus-Gruppe im November 2013: Nun wurden die Räume des Infinus-Haftungsdachs erneut durchsucht. Foto: Robert Michael

"Die Insolvenz droht"

Weitere Durchsuchungen beim Infinus-Haftungsdach

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Die Staatsanwaltschaft Dresden hat eine erneute Durchsuchung der Räume der sogenannten „blauen Infinus“, des Haftungsdachs der Infinus-Gruppe angeordnet. Das berichtet „Fonds professionell“ in seiner Online-Ausgabe. „Ziel war es nicht, weitere Beweise zu finden, sondern zusätzliche Vermögenswerte zu sichern", zitiert das Portal den Oberstaatsanwalt Lorenz Haase. So sollen die Fahnder bei der Auswertung der Unterlagen auf weitere Gelder der Infinus-Verantwortlichen gestoßen sein, die sie nun beschlagnahmen ließen. Nach Angaben des "Handelsblatts" gehen die Ermittler davon aus, dass das Haftungsdach 58 Millionen Euro Provisionen kassiert hat, die aus kriminellen Geschäften anderer Unternehmen der Gruppe stammen. Deshalb könne es sein, dass die rechtlich vom Rest der Infinus-Gruppe unabhängige blaue Infinus auch für den möglichen Betrugsschaden haftet. Nach Angaben des "Handelsblatts" steht damit nun auch das Infinus Finanzdienstleistungsinstitut kurz vor einer Zahlungsunfähigkeit. „Die Insolvenz droht. Wir besprechen uns momentan mit unseren Anwälten“, zitiert das Blatt den Vorstandschef der Infinus, Sven Sonntag,

Insgesamt geht die Staatsanwaltschaft laut Haase im Infinus-Fall 350 Strafanzeigen wegen Betrugs nach. Diese richten sich nicht nur gegen hochrangige Personen aus der Unternehmensspitze, sondern auch gegen einzelne Vermittler.

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