Diese acht Fonds sind derzeit käuflich Warum Laufzeitfonds von Beratern (zu Unrecht?) verschmäht werden

Seite 2 / 2

Abgesagt mangels Nachfrage

Wie gering die Nachfrage ist, bekam die Deutsche Asset Management zu spüren. Sie versuchte im Mai, den DWS Select Senior Secured High Yield Bonds 2020 zu starten. Vergeblich. Besser lief es bei Edmond de Rothschild Asset Management, das im Winter den Hochzinsanleihefonds Millesima 2021 auflegte. Der ist aber für neue Anleger geschlossen. Neues kann man von Allianz Global Investors (AGI) erwarten. Dort will man grundsätzlich weitere Laufzeitfonds starten, Genaues aber noch nicht mitteilen.

Es ist schade, dass es das angenehm unaufgeregte Konzept derzeit so schwer hat. Es ist ein Gegenentwurf in einer Zeit, in der sich Rentenfondsmanager gern gegenseitig darin übertreffen, wie oft sie im Jahr ihr Portfolio umschaufeln und welche Durations-Kabinettstückchen sie draufhaben. Immerhin enthält die von Sasa Perovic erstellte Liste einige gut verzinste Exemplare, die geöffnet sind. Am meisten winkt beim Zinsplus-Laufzeitfonds 10-2019, den der Berliner Vermögensverwalter BPM betreut. Der Schwerpunkt der Anleihen liegt bei den Ratings BBB und BB. Titel aus Schwellenländern sind zu mehr als 40 Prozent gewichtet, was auch die hohe Verzinsung von 5,5 Prozent erklärt.

Wieder geöffnet ist der Haut Rendement (deutsch etwa: hohe Erträge) von der französischen Gesellschaft Oddo Meriten Asset Management. Auch hier knackt das Portfolio die 5-Prozent-Rendite-Marke. Allerdings liegt der geografische Schwerpunkt in den Industrieländern, dafür rangieren die Ratings im Schnitt ein paar Etagen tiefer als bei der Konkurrenz aus Berlin.

Wichtig ist, dass Anleger die angegebene Rendite nicht als Garantie verstehen. So weist AGI darauf hin, dass seine Fonds große Positionen in US-Dollar halten, die es fortlaufend gegen Wechselkursverluste absichert. Das kostet Rendite, ebenso wie die Managementgebühren und mögliche Schuldnerausfälle.

nach oben