Erster Fleck

Fintechs können auch schummeln

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Von wegen transparent: Der Online-Kreditgeber Springstone Financial soll Anleger mit falschen Lockangeboten in die Irre geführt haben. Das berichtet das Online-Portal Acainternational.org. Springstone Financial soll den Kunden im Jahr 2009 zinsfreie Kredite für Zahnbehandlungen angeboten haben. Was das Unternehmen aber nicht erwähnte: Der Kredit war nur kostenfrei, wenn die Kunden innerhalb kürzester Zeit die gesamte Summe zurück zahlten. Ansonsten wurden Gebühren fällig.  

Dafür muss Springstone Financial nun 700.000 US-Dollar an die insgesamt 3.200 geschädigten Anleger zahlen. Das entschied die US-Behörde Consumer Financial Protection Bureau (CFPB).

Springstone Financial, der 2014 von der Online-Kreditplattform Lending Club übernommen wurde, scheint aus der Angelegenheit gelernt zu haben. „Wir haben das Produkt kurz nach der Übernahme von Springstone Financial eingestellt und durch ein neues, wirklich zinsloses Produkt ersetzt", erklärt der Lending-Club-Chef Renaud Laplance. 

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