Familienunternehmen – Gewinner in der Krise
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Birgitte Olsen, Bellevue Asset Management

Familienunternehmen – Gewinner in der Krise

Viele Marktteilnehmer verbinden kleinkapitalisierte Unternehmen mit einem höheren Risiko, dabei sind gerade Nischenunternehmen weniger abhängig von der wirtschaftlichen und politischen Grosswetterlage. Die meisten dieser Hidden Champions sind in Familienhand und fliegen unter dem Radar vieler Investoren und Analysten – obwohl sie meist deutlich schneller wachsen. Noch dazu sind Familienunternehmen «dank der überdurchschnittlich hohen Eigenkapitalquoten von 60% bis 70% nicht auf externe Kreditgeber angewiesen und können in und nach der Krise schneller wieder in Innovationen investieren», erklärt Birgitte Olsen, Portfoliomanagerin bei Bellevue Asset Management.

Ausbau der Marktanteile in der Krise

Selbst während der Pandemie mussten Familienunternehmen ihre strategische Entwicklung nicht auf Eis legen. Damit werden sie stärker und mit höheren Marktanteilen aus der Krise herauskommen. Nach Meinung von Birgitte Olsen ist COVID-19 allerdings nicht die letzte Challenge: «Die Welt dürfte – auch in Hinblick auf Geopolitik und Gesundheit – volatil bleiben, deshalb sind Unternehmen mit soliden Bilanzen gefragt. Dies auch angesichts der künftig eher steigenden Zinsen.»

Das Unternehmen Husqvarna etwa ist weltweit die Nummer eins bei Mährobotern und bei Gartenzubehör. Hierzulande sind die Gartenbewässerungssysteme der Husqvarna-Tochter Gardena sehr bekannt. Beide Segmente wurden durch Corona deutlich beflügelt, da wir alle im Lockdown unser Zuhause verschönern wollten. Für das schwedische Unternehmen sprechen neben der starken Marke die hohe Marge und die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells.

Rebound von Value?

Bewertungstechnisch sind Small Caps – ebenso wie der Gesamtmarkt – aus Sicht von Olsen aktuell nicht mehr günstig, da die Kurse 2020 deutlich schneller gestiegen sind als die Gewinne. «Nun müssen die Unternehmen liefern und zeigen, dass sie in diesem Umfeld Cashflow und Gewinne schnell erwirtschaften können», erklärt die Portfoliomanagerin. Erschwerend kommt hinzu, dass manche Sektoren die Umsatzniveaus von 2019 erst wieder 2022 oder 2023 erreichen werden.

Ungeachtet der Impfverzögerungen verbessern sich die makroökonomischen Prognosen für das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2021. Aktuell befinden wir uns in einem interessanten Umfeld, in dem sich aus Value-Investments Profitabilität und Rendite erzielen lässt, wie das das letzte Mal 2016/2017 der Fall war. Mit der Normalisierung der Corona-Situation ist zu erwarten, dass zyklische Aktien am meisten vom positiven Gewinnmomentum profitieren dürften, sprich doppelt so schnell wachsen könnten als defensiv positionierte Firmen. Zusammen mit steigenden Zinsen wird dies in diesem Jahr entscheidend für die Performance sein. Daher sollte sich die Aufstockung von Value-Aktien lohnen. Überhaupt – so das Fazit von Olsen: «Eine Prise Familienunternehmen würde jedem Anleger guttun.»

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Über die Autorin:

Birgitte Olsen, Senior-Portfoliomanagerin Aktien Europa bei Bellevue Asset Management, ist für europäische Aktien sowie für institutionelle Mandate verantwortlich. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen schaffen nachweislich Mehrwert dank nachhaltiger und langfristiger Optik. Mit der Bellevue Entrepreneur-Familie profitieren auch Anleger von der traditionellen Stärke dieser Anlageklasse. Der BB Entrepreneur Europe Small strebt die Erzielung eines langfristigen Kapitalwachstums an. Der Fonds investiert in kleinkapitalisierte, börsennotierte eigentümergeführte Unternehmen in Europa, welche von einem Unternehmer oder einer Unternehmerfamilie mit min. 20% der Stimmrechtsanteile massgeblich beeinflusst werden.