Martin Strobel. Foto: Baloise

Martin Strobel. Foto: Baloise

Fokus auf kapitalmarktnahe Policen

Baloise verkauft geschlossenen Lebensversicherungsbestand in Deutschland

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Der verkaufte Bestand hat eine Versicherungssumme in der Höhe von 1,9 Milliarden Schweizer Franken (1,7 Milliarden Euro), was etwa einem Fünftel des Gesamtbestands von traditionellen Lebensversicherungen der Baloise in Deutschland entspricht.

Die Frankfurter Leben-Gruppe soll das Geschäft eigenständig fortführen und wird den rund 100 bislang für den Bestand zuständigen Mitarbeitenden ein Überleitungsangebot machen. Das neue Unternehmen soll Basis für eine spezialisierte Konsolidierungsplattform im deutschen Lebensversicherungsmarkt sein. Der Sitz der neuen Gesellschaft ist in Bad Homburg vorgesehen, ein weiterer Standort ist in Bremen.

Baloise-Konzernchef Martin Strobel: „Mit der Vereinbarung über den Verkauf des Teilbestands des deutschen Lebengeschäfts führen wir im Neugeschäft konsequent die Fokussierung auf moderne, kapitalschonende Lebensversicherungen weiter.“

„Die Wahrung der Interessen der Kunden, Mitarbeiter und Vertriebspartner spielte bei der Auswahl des Käufers eine wesentliche Rolle. Die Frankfurter Leben-Gruppe und deren Kapitalgeber verfolgen ein langfristiges und nachhaltiges Geschäftsmodell im Interesse der Versicherungsnehmer und Mitarbeiter. Die Kunden erhalten weiterhin alle vertraglich zugesicherten Leistungen, den gewohnten Service sowie eine marktkonforme Beteiligung an den Überschüssen“, sagt Jürg Schiltknecht, Chef der Basler Versicherungen in Deutschland.

Die Transaktion muss von den entsprechenden Behörden noch genehmigt werden.

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