Rudolf Gattringer, Leiter des Aktienfondsmanagements bei der KEPLER-FONDS Kapitalanlagegesellschaft

Rudolf Gattringer, Leiter des Aktienfondsmanagements bei der KEPLER-FONDS Kapitalanlagegesellschaft

Fonds-Portrait KEPLER Small Cap Aktienfonds

„Qualitätsaktien können die Wogen glätten“

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Stabilität ist Trumpf: Viele Anleger suchen dieser Tage nahezu nach Aktienfonds, die zwar auf attraktive Wertzuwächse aus sind, gleichzeitig aber auch das Risiko, also die Wertschwankungen, möglichst niedrig halten. Nur zu verständlich im aktuellen Marktumfeld. Gerade die jüngsten Kursrückgänge an den Aktienmärkten haben mal wieder gezeigt, dass die Kurse auch leicht den Rückwärtsgang einlegen können.

Beim oberösterreichischen Fondsanbieter KEPLER sieht man sich als Vorreiter des risikoreduzierenden Managementansatzes. „Dividendenpapiere sind aufgrund ihrer hohen Ertragschancen im Niedrigzinsumfeld unverzichtbar. Aber nur wenige Anleger sind bereit, die hohen Wertschwankungen von Aktien mitzutragen“, sagt Rudolf Gattringer, Leiter des Aktienfondsmanagements bei der KEPLER-FONDS Kapitalanlagegesellschaft.

„Deshalb setzen wir im Rahmen unserer Minimum-Varianz-Strategie gezielt auf hoch qualitative Unternehmen, deren Kurse im Vergleich zum Gesamtmarkt weniger schwanken. So erhalten wir eine Portfolioausrichtung, die in der Regel mehr Sicherheit in turbulenten Marktphasen bringt“.

Umgesetzt wird dieser Ansatz unter anderem im KEPLER Small Cap Aktienfonds. Fondsmanager Roland Zauner selektiert überwiegend Aktien internationaler Qualitätsunternehmen mit einer Marktkapitalisierung von unter 10 Milliarden Euro. Um das Investmentuniversum noch breiter fassen zu können, darf Zauner bis zu maximal 15 Prozent des Fondsvolumens in Aktien global agierender Unternehmen investieren, deren Marktkapitalisierung über 10 Milliarden Euro liegt.

Qualität für mehr Stabilität

„Das Auf und Ab der Kurse gehört an den Aktienmärkten ganz klar zum Alltag. Die Intensität der Schwankungen lässt sich aber mithilfe der Titelauswahl entscheidend beeinflussen“, erklärt der Experte. „Wir nutzen im Kepler Small Cap Aktienfonds gezielt die langfristige Ertragskraft von kleinkapitalisierten Qualitätsaktien bei deutlich geringerem Risiko im Vergleich zum globalen Aktienuniversum“. Darunter fallen solche Papiere, deren Volatilität um etwa ein Drittel niedriger ist.

Als weitere Kriterien für Qualitätsunternehmen gelten bei KEPLER eine starke Marktpositionierung, innovative Produkte und eine gute Finanzlage. Derzeit wird das Fondsmanagement in eher defensiven Bereichen wie zum Beispiel Versorger und Grundnahrungsmittel fündig. Sie seien nicht so sehr vom Konjunkturzyklus abhängig und extreme Kursausschläge bei attraktiven Ertragschancen deutlich seltener zu erwarten.

Auch den Pharma- und Gesundheitssektor wird derzeit als besonders aussichtsreich eingeschätzt. Hervorzuheben sei die auf Zivilisations krankheiten spezialisierte italienische Recordati. Das mit knapp zwei Prozent im Fonds gewichtete Unternehmen entwickelt neue Arzneimittel in den Therapiegebieten Herz-Kreislauf und Urologie. Wichtigstes Produkt ist Lercanidipin, ein Kalziumkanalblocker der neuesten Generation zur Behandlung von Bluthochdruck.

Entwickelte Märkte im Fokus

Zusätzliche Stabilität verleiht dem Siegerfonds des aktuellen Crashtests „Aktienfonds Small Caps Global“ die regionale Länderstruktur. Sie ist mit Nordamerika, Europa, Japan, Australien und Asien breit aufgestellt. „Aus den Emerging Markets halten wir uns momentan fern, das Risiko dort ist zu hoch“, weist Fondsmanager Zauner hin. Ihm stehen alle Möglichkeiten offen, um sehr selektiv zu investieren.

Dadurch, dass sich die Portfoliostrategie an keinem Marktindex orientiert, kann er bei der Gewichtung von Sektoren und Einzelpositionen frei agieren. So behält der KEPLER-Mann stets die nötige Flexibilität, um manövrierfähig zu bleiben und das Portfolio auf den jeweils attraktivsten Rendite-Risiko-Mix auszurichten. Die Ergebnisse sprechen für sich: In den vergangenen drei Jahren steht ein durchschnittliches Jahresplus von gut 17 Prozent zu Buche – bei einer jährlichen Volatilität von etwas mehr als acht Prozent.

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