Griechische Schuldenkrise

Pimco sieht Chancen bei Staatsanleihen

//

„Da gibt es eindeutig eine Gelegenheit“, sagte Kiesel in Bloomberg TV, ohne sich aber über bestimmte Transaktionen seines Unternehmens zu äußern. „Die Lage in Griechenland hat zu einer interessanten Entscheidung geführt. Der Spread zwischen Italien und Spanien zu Bunds ist inzwischen ziemlich attraktiv.“

Der Renditeunterschied zwischen italienischen zehnjährigen Anleihen und deutschen Bunds stieg am Dienstag auf 169 Basispunkte und damit den höchsten Wert seit Oktober, bevor er am Mittwoch um 9 Uhr Londoner Zeit auf 148 Basispunkte zurückging. Damit ist er immer noch mehr als doppelt so hoch wie zu seinem Fünf-Jahres-Tief von 84 Basispunkten im März. Der spanische Spread zu Bunds lag am Mittwoch bei 150 Basispunkten. Die Rendite spanischer Zehnjähriger stieg am Dienstag erstmals seit zehn Monaten über 2,5 Prozent, weil Griechenland auf die europäischen Peripherieanleihen drückt.

Immer noch gibt es keine Vereinbarung zwischen Griechenland und seinen Kreditgebern über eine Refinanzierung. Vor dem 30. Juni muss es eine Einigung geben, sonst droht ein Zahlungsausfall.

Kiesel bekräftigte die Meinung von Pimco, dass die US-Notenbank im September mit Zinsanhebungen beginnen werde. „Es gibt diese globale Divergenz zwischen den USA und Europa“, sagte er. „Der Markt preist das Risiko nicht genügend ein, dass die Fed etwas schneller vorgehen muss, und daher glauben wir, dass das kurze Ende des Marktes gefährdet ist.“

Mehr zum Thema
Investitionsflaute, aber gute AussichtenDarum lohnt es sich, jetzt in Europa zu investierenPro & ContraEuro-Peripherie-Anleihen: Zins-Protze oder Pleitekandidaten?