"Like Ice in the Sunshine"-Aktion der DeAWM am Frankfurter Roßmarkt. Foto: Hannes Windrath

"Like Ice in the Sunshine"-Aktion der DeAWM am Frankfurter Roßmarkt. Foto: Hannes Windrath

“Ice in the Sunshine”, “LSD im Kaffee” Eiskalte DeAWM-Aktion erklärt Vermögensverlust im Niedrigzinsumfeld

Börsenturbulenzen, wie wir sie in den vergangenen Tagen erlebt haben, kommen und gehen, der Vermögensverlust durch das Niedrigzinsumfeld bleibt. Um Anlegern zu veranschaulichen, wie ihr auf Sparbüchern, Giro-, Tages- und Festgeldkonten geparktes Geld schmilzt, startete Deutsche Asset & Wealth Management (DeAWM) eine ungewöhnliche Aktion in der Frankfurter Innenstadt.

 

Laut Deutscher Bundesbank liegen mehr als 2 Billionen Euro auf Sparbüchern & Co. Nach Abzug der Inflation weisen diese Einlagen vielfach negative Renditen auf. Um auf dieses vor allem für die Altersvorsorge bedrohliche Abschmelzen des Geldvermögens hinzuweisen, hat die DeAWM am heutigen Mittwoch die Zahl „2016000000000“ in 13, rund 2 Meter hohen Ziffern aus weißem Eis auf dem Frankfurter Roßmarkt aufgestellt. 

7,5 Tonnen Eis

Die gesamte Skulptur ist gut 10 Meter lang und wiegt etwa 7,5 Tonnen. „Bei erwarteten Temperaturen von knapp unter 30 Grad wird sie dann langsam genauso schwinden, wie der Wert des Geldvermögens der Deutschen“, so Asoka Wöhrmann, Chefanlagestratege der DeAWM. 

Eiscreme gibt es gratis dazu. Mit dieser Aktion will DeAWM den Passanten breit gestreute Substanzanlagen mit langem Investmenthorizont wie Aktien-, Immobilien- oder Mischfonds schmackhaft machen. „Momentan kann ich es keinem verübeln, Liquidität zu halten“, sagt Wöhrmann. Auf lange Sicht sollten die Deutschen jedoch einen sehr viel größeren Anteil ihres Ersparten in Substanzwerten anlegen.

Geldbeutel im Kühlschrank, LSD im Kaffee

Die Aktion kann auch auf der DeAWM-Homepage sowie auf den Social-Media-Kanälen der Deutschen AWM und der Deutschen Bank mitverfolgt und kommentiert werden. Und davon machen die Social-Media-Nutzer fleißig Gebrauch. Die Reaktionen fallen dabei unterschiedlich aus. 

„Wer kein Risiko eingehen möchte, bekommt nur weniger Rendite“, stimmt Twitter-Nutzerin Monika Maria unter dem Hash-Tag #ihrgeldschmilzt der Vermögensverwaltung zu. „Wenn Du Vermögen richtig aufbaust, brauchst Du Dir keine Sorgen um #ihrgeldschmilzt machen“, schreibt ein weiterer Nutzer mit dem Pseudonym Finanzrocker.

Doch nicht alle Kommentare sind sachlich und ernst gemeint. „Mein Geld schmilzt? Ich habe Geld? Wusste ich gar nicht“, schreibt "Sarah". Der Nutzer mit dem Spitznamen Malerbekleidung vermutet, dass sein Geld „durch die Einwirkung von Monat“ schmilzt. Andere Nutzer machen den Vorschlag, den Geldbeutel zuzukleben, in den Kühlschrank zu legen oder sich in kältere Gefilde zu begeben. Und für „Süßwasserkasper“ ist #ihrgeldschmilzt „der mit Abstand surrealste gesponserte Tweet“ seit langem. „Bei @dws_investments scheint heute LSD im Kaffee zu sein.“

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