„Indiens Aktienmarkt wurde ein Deckel verpasst“

Kursrutsch an der Börse Mumbai: Der indische Leitindex Sensex verlor am gestrigen Handelstag teilweise bis zu 10 Prozent seines Vortageswertes. Auslöser sind Pläne der Regierung, ausländische Investitionen einzuschränken. Anleger nahmen daraufhin ihre Kursgewinne der vorigen Monate mit. Wie es am indischen Aktienmarkt weitergeht, fragte Das INVESTMENT.com Robert Kalin, Fondsmanager des DWS India (WKN: 974 879).

DAS INVESTMENT.com: Inwiefern wird es für Ausländer jetzt schwieriger, in indische Aktien zu investieren?

Robert Kalin: Ausländische Investoren müssen sich registrieren lassen. Denn die indische Regierung will nicht grundsätzlich ausländisches Geld fernhalten. Sie will aber wissen, wer investiert. Außerdem gibt es Höchstquoten für ausländisches Kapital in indischen Aktiengesellschaften.

DAS INVESTMENT.com: Ist die Rallye an der indischen Börse dadurch bedroht?

Kalin: Die Rallye verliert durch die neuen Regeln an Fahrt. Dem Markt wurde sozusagen ein Deckel verpasst. Das wird ihn aber nicht vollständig abwürgen. Die gesamtwirtschaftliche Situation ist gut und die Firmen sind gesund. Die Rallye wird nur verlangsamt.

DAS INVESTMENT.com: Wo sehen Sie die indische Börse am Jahresende?

Kalin: Beim Sensex sind bis zu 20.000 Punkte möglich. Derzeit steht der Index bei rund 19.000 Punkten. Der S&P CNX Nifty dürfte bis auf 5.800 Punkte steigen. Er steht derzeit bei rund 5.500 Punkten.

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