Jeff Hochman

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Jeff Hochman: „Anleger sollten ihren Optimismus etwas zügeln“

Die globalen Aktienmärkte sind sehr gut ins Jahr 2012 gestartet. Einer der wichtigsten Treiber dafür war laut Jeff Hochman, Leiter der technischen Analyse von Fidelity, der Bankensektor. „Sollten die Anleger weiterhin so risikofreudig bleiben, dürften wir einen nachhaltigen Aufwärtstrend bei Bankaktien sehen - trotz der Ankündigung von Moody's, mehr als 100 Banken unter Beobachtung zu stellen“, sagt Hochman. Schließlich hätten die Finanzinstitute davon profitiert, dass sich die europäische Schuldenkrise entspannt habe. Dies zeigten auch die Anleiherenditen einiger EU-Randstaaten.

„Insgesamt sind die Long-only-Investoren stark positiv gestimmt“, so Hochman weiter. Sie sollten jedoch nicht vergessen, dass solchen sehr optimistisch geprägten Phasen häufig deutliche Abschwünge folgen. Je stärker also der Optimismus wachse, desto höher sei die Wahrscheinlichkeit eines kurzfristigen Trendabbruchs. „Daher sind Anleger gut beraten, ihren Optimismus etwas zu zügeln“.

Die gute Entwicklung der Nasdaq lag vor allem an der Apple-Aktie

Die defensiven Werte, die im Jahr 2011 den breiteren Markt weitgehend geschlagen haben, scheinen hingegen zu schwächeln. „Es sieht derzeit so aus, als hätten wir einen Wendepunkt erreicht und defensive Werte könnten sich zukünftig schlechter entwickeln als der breite Markt und die zyklischen Werte; ein Zeichen dafür ist die Erholung der Bankaktien“, sagt der Analyse-Experte. Trotzdem seien Aktien aus der Nahrungsmittel-, oder Gesundheitsbranche nicht unbedingt eine schlechte Wahl. Denn die bessere Wertentwicklung der Zykliker ist laut Hochman vor allem auf das gute Abschneiden der Technologiebörse Nasdaq zurückzuführen, die ein Zehn-Jahres-Hoch erreichte. „Hauptgrund für die gute Sektor-Performance war allerdings die Apple-Aktie, die immer neue Höchststände erklommen hat."

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