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Lipper-Studie Deutschland hat überdurchschnittlich viele Aktienfonds

Deutschland hat überdurchschnittlich viele Aktienfonds
Am 30. Juni waren insgesamt 9.259 Publikumsfonds zum öffentlichen Vertrieb in Deutschland zugelassen. Im zweiten Quartal 2014 wurden 59 Fonds aufgelöst und 29 mit anderen Fonds zusammengelegt. Dem standen 65 Neuauflagen gegenüber. Das meldet das Analyse-Haus Lipper.

Dabei hat Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern überdurchschnittlich viele Aktienfonds. Diese Kategorie bildet mit einem Marktanteil von 44 Prozent das größte Marktsegment. In Gesamteuropa machen Aktienfonds nur 37 Prozent am Gesamtmarkt aus.

An zweiter Stelle stehen Anleihenfonds mit einem Anteil von 24 Prozent, auf Europa bezogen sind es 22 Prozent. Es folgen Mischfonds mit 22 Prozent. In Europa entfallen 25 Prozent auf dieses Segment. An vierter Stelle finden sich „Andere“ Produkte mit 8 Prozent, gegenüber 12 Prozent in Europa. Das Segment der Geldmarktprodukte hat in Deutschland 2 Prozent Marktanteil, in Europa 4 Prozent.

Ein Vergleich der ersten Quartale der letzten fünf Jahre zeigt, dass die Anzahl neu lancierter Produkte mit 65 rund 20 Prozent über der Anzahl der Neuauflagen im zweiten Quartal 2013 liegt. In weiter Ferne liegen allerdings die entsprechenden Vergleichszahlen für 2011 und 2010 mit 173 beziehungsweise 185 neuen Produkten.

Die Anzahl der Fondsverschmelzungen, „Fusionen“, ist im Jahresvergleich der zweiten Quartale der letzten fünf Jahre, auf einem absoluten Tiefststand. Mit nur 29 fusionierten Produkten, bedeutet dies einen Rückgang um fast 40 Prozent gegenüber den 75 verschmolzenen Fonds in Q2 2013.

Die Zahl der Liquidationen hat sogar – im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres um über 50 Prozent abgenommen, von 127 auf 59.
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